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Ritter, Drache und Prinzessin. Fantasy des Mittelalters in jiddischer Überlieferung

Auf Einladung des Instituts für Mittelalterforschung diskutiert Astrid Lembke von der Universität Mannheim die Übertragung des Artusromans ‚Wigalois‘ ins Jiddische, die damit einhergehenden Veränderungen des Plots und die Herausforderungen einer Edition des auf diese Weise entstandenen Textes ‚Widuwilt‘.

Mittwoch 29.04.2026 05:04 Uhr
© Hamburg, Stadt- und Universitätsbibliothek, Cod. hebr. 255, fol. 111v

Ein junger Ritter, der seinen Vater sucht, einer bedrängten Prinzessin hilft und in ihrem Namen gegen Riesen, einen Drachen und eine überwältigend starke Frau kämpft – Sujets, die schon ein hochmittelalterliches Publikum begeisterten. Wirnt von Grafenberg verarbeitete im 13. Jahrhundert diese Themen in seinem Artusroman 'Wigalois', der wiederum einige Jahrhunderte später ein jüdisches Publikum fand. Eine altjiddische Bearbeitung des Stoffs, der 'Widuwilt', erzählt den Plot anders und erschafft auf diese Weise ganz besondere und unverwechselbare Versionen des ritterlichen Protagonisten und seiner abenteuerlichen Welt. Überliefert in drei fragmentarischen Handschriften und mehreren Druckausgaben, wurde der jiddische 'Widuwilt' zudem ab dem Ende des 17. Jahrhunderts nicht nur von einem jüdischen, sondern auch von einem christlichen Publikum mit Interesse rezipiert.

Im Rahmen der Reihe "Manuscript Cultures" des Instituts für Mittelalterforschung der ÖAW führt Astrid Lembke von der Universität Mannheim in ihrem Vortrag "Editing Old Yiddish Texts: The Example of 'Viduvilt'" aus, welchen Veränderungen Schrifttum beim Transfer in eine andere Sprache, Kultur und Zeit unterliegen kann und welche besonderen Herausforderungen die synoptische Edition dieses jiddischen Textes mit sich brachte.

Einladung

Vortrag Online via Zoom

Meeting-ID: 666 1255 6382, Kenncode: 3hbfPZ

Informationen

 

Termin:
29. April 2026, 17:00 Uhr

Vortrag Online via Zoom

Meeting-ID: 666 1255 6382, Kenncode: 3hbfPZ

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback: 
Dr. Maria Stieglecker
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW