Kosovo-Krieg, die Sprache der Knochen und die Sprachlosigkeit der Diaspora

Jehona Kicajs Roman »ë« erzählt vom Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind. Der ungewöhnliche Titel »ë« steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme.
Das Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes (IHB) der ÖAW lädt in Kooperation mit dem Institut für Slawistik der Universität Wien, der Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Wien, sowie der Buchhandlung a.punkt bahoe zur Veranstaltung. "Jehona Kicaj „ë“: Kosovo-Krieg, die Sprache der Knochen und die Sprachlosigkeit der Diaspora". Im Anschluss an die Lesung führen Miranda Jakiša (Professorin für Südslawische Literatur, Universität Wien) und Robert Pichler (IHB) ein Gespräch mit der Autorin über das Aufwachsen in der Diaspora, die Erinnerungen an den Kosovo-Krieg und über Sprache.
Informationen
Termine:
15. Jänner 2026, 19.00 Uhr
Ort:
bahoe arthouse
Fischerstiege 7
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Robert Pichler
T: +43 1 51581-7362
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW