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Kosovo-Krieg, die Sprache der Knochen und die Sprachlosigkeit der Diaspora

Die Autorin Jehona Kicaj liest aus ihrem Roman „ë“ und spricht mit Miranda Jakiša von der Universität Wien und Robert Pichler von der ÖAW über das Aufwachsen in der Diaspora, das Erinnern an den Krieg und über Sprache: die albanische, die deutsche – und jene, in der die Knochen der Ermordeten zu uns sprechen.

Donnerstag 15.01.2026 07:01 Uhr
© Wallstein Verlag

Jehona Kicajs Roman »ë« erzählt vom Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind. Der ungewöhnliche Titel »ë« steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. 

Das Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes (IHB) der ÖAW lädt in Kooperation mit dem Institut für Slawistik der Universität Wien, der Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Wien, sowie der Buchhandlung a.punkt bahoe zur Veranstaltung. "Jehona Kicaj „ë“: Kosovo-Krieg, die Sprache der Knochen und die Sprachlosigkeit der Diaspora". Im Anschluss an die Lesung führen Miranda Jakiša (Professorin für Südslawische Literatur, Universität Wien) und Robert Pichler (IHB) ein Gespräch mit der Autorin über das Aufwachsen in der Diaspora, die Erinnerungen an den Kosovo-Krieg und über Sprache.

Informationen

 

Termine:
15. Jänner 2026, 19.00 Uhr

Ort:
bahoe arthouse
Fischerstiege 7
1010 Wien

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Robert Pichler
T: +43 1 51581-7362
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW