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Fortpflanzung im Zeitalter schwindender Fruchtbarkeit

Angesichts niedriger Geburtenraten in unterschiedlichsten Regionen der Welt sucht Ayo Wahlberg, Anthropologe an der Universität Kopenhagen, nach Analysemethoden, die die Überlegungen zur Fortpflanzung in unterschiedlichen kulturellen und politischen Kontexten vergleichend erfassen. Er stellt seine Forschungen bei einer ISA International Guest Lecture an der ÖAW vor.

 

Donnerstag 10.12.2026 04:12 Uhr
© University of Copenhagen

Im Oktober 2022 hat China nach Jahrzehnten der "Ein-Kind-Politik" eine Kehrtwende hin zu einem politischen System gemacht, das die Geburtenrate ankurbeln soll. Die Haltungen zur Fortpflanzung – Natalismen bzw. Antinatalismen – entstehen aus einem Zusammenspiel moralischer Rechtfertigung, staatlich gelenkter Politisierung und soziokultureller Zirkulation. Wie man diese Komplexität global vergleichbar erfassen kann, ist eine der Forschungsfragen, die sich Ayo Wahlberg, Anthropologe an der Universität Kopenhagen, stellt.

Auf Einladung des Instituts für Sozialanthropologie der ÖAW hält Ayo Wahlberg eine ISA International Guest Lecture zum Thema "Procreative Deliberations in the Age of Fertility Exhaustion". In diesem Vortrag stellt der  Anthropologe an der Universität Kopenhagen Modelle der reproduktiven Entscheidungsfindung vor. Und er analysiert, was Natalismen über Vorteile, Pflichten, Verantwortlichkeiten oder Gefahren der Fortpflanzung in kontextbezogener Weise und aus unterschiedlichen Subjektpositionen aussagen können.

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Informationen

 

Termin:
10. Dezember 2026, 16:00 Uhr

Ort: 
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 4. Stock, Besprechungsraum 4
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
sozialanthropologie(at)oeaw.ac.at
Institut für Sozialanthropologie der ÖAW