
Die Europäische Physikalische Gesellschaft hält mit der Verleihung „EPS Historic Site“ das Gedächtnis an Orte, die für die Physik von außergewöhnlicher Bedeutung sind, aufrecht. Diese Anerkennung kommt nun dem ehemaligen Institut für Radiumforschung in der Boltzmanngasse 3 zu. Hier arbeiteten die österreichischen Pioniere der Radiumforschung. Radium aus Pechblende war – so lange es keine Teilchenbeschleuniger gab –eine zentrale Strahlungsquelle.
Das Institut für Radiumforschung wurde 1910 von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien unter dem Vorstand Franz Seraphin Exner und Leiter Stefan Meyer gegründet. Karl Kupelwieser ermöglichte den Bau des Gebäudes. Hier arbeiteten Physikergrößen wie Stefan Meyer, Victor Franz Hess, George de Hevesy, Karl Przibram, Friedrich Adolf Paneth, Otto Hönigschmid und Marietta Blau. Victor Franz Hess begann hier seine Karriere und entdeckte die Kosmische Strahlung, für die er später den Nobelpreis erhielt. Ebenfalls mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde George de Hevesy für die Erfindung der Tracermethode.
Das Stefan-Meyer-Institut für Subatomare Physik der ÖAW, das Nachfolgeinstitut des Radiuminstituts der Akademie der Wissenschaften und das ebenfalls im Gebäude des ehemaligen Radiuminstituts in der Boltzmanngasse 3 beheimatete Institut für Quantenoptik und Quanteninformation - Wien laden zum Festprogramm anlässlich „EPS Historic Site“ ein. Das SMI feiert am darauffolgenden Tag zehn Jahre Neuausrichtung in der Subatomaren Physik.
Informationen
Termine:
Festkolloquium
28. Mai 2015, 17:00 – 20:00 Uhr
Symposium 10 Jahre SMI
29. Mai 2015, 13:00 – 19:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Johannessaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Kontakt:
Prof. Eberhard Widmann
Stefan-Meyer-Institut für subatomare Physik - SMI
T +43 1 4277-29702