Do, 18.01.2024 16:00

Ein alevitisches Dorf und seine Beziehungen nach Europa

Der Sozialanthropologe David Shankland präsentiert bei einer ISA – International Guest Lecture an der ÖAW eine Langzeitstudie über ein alevitisches Dorf sowie jene Bewohner:innen, die nach Österreich oder Deutschland gezogen sind.

Pir Sultan Abdal mit der Langhalslaute, Hacibektas, Türkei @ Adobe Stockfoto

Der Sozialanthropologe David Shankland hat viele Jahre Feldforschung in der ländlichen Türkei betrieben, wobei er sich besonders mit den türkischen Aleviten beschäftigt hat. Auf Einladung des Instituts für Sozialanthropologie der ÖAW stellt er bei der ISA – International Guest Lecture "Potentialities and Paths or Weber Revisited? Thoughts on the Alevi Migration to Germany and Austria" eine mehr als drei Jahrzehnte überspannende Langzeitstudie über ein alevitisches Dorf vor. Teil dieser Studie war der Versuch, den Beginn der Migration und die Öffnung des Dorfes nach Europa in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts nachzuzeichnen. Ein weiterer Fokus seiner Arbeit war die Beziehung zwischen sozialer Mobilität und Kultur. Diese Zusammenhänge zeigten sich insbesondere in den Lebenswegen der Dorfbewohner:innen in Deutschland und Österreich. Shankland wird bei dieser Lecture auch seinen methodischen Zugang in einem größeren Kontext diskutieren.

David Shankland ist Direktor des Royal Anthropological Institute in London. Zudem ist er Stadt Wien Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) 2023-24, in dessen Rahmen er die Anerkennung der alevitischen Gemeinschaft in Österreich untersucht.

Informationen

 

Termin:
18. Jänner 2024, 16:00 Uhr

Ort: 
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 3. Stock, Seminarraum 3A.1
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

Kontakt:
Dr. Marieke Brandt
Institut für Sozialanthropologie der ÖAW

 

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