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Do, 18.03.2021 16:30

Die Rolle der „Trostfrauen“ in einer globalen Erinnerungskultur

Carol Gluck, Historikerin und Japanologin an der Columbia University, beleuchtet bei einem virtuellen Jour Fixe Kulturwissenschaften, wie sich die öffentliche Erinnerung an die euphemistisch als „Trostfrauen“ bezeichneten Zwangsprostituierten im Zweiten Weltkrieg gewandelt hat.

© Wikimedia/CC BY-SA 4.0/SagaEremit
© Wikimedia/CC BY-SA 4.0/SagaEremit

Es hat einige Jahrzehnte gedauert, bis ein öffentlicher Erinnerungsprozess an die euphemistisch als „Trostfrauen“ bezeichneten Zwangsprostituierten der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg in Gang gekommen ist. Allmählich entwickelt sich zu diesem Thema eine globale Erinnerungskultur, die aber auch heute noch diplomatische Differenzen beispielsweise zwischen Japan und Korea auslösen kann.

Carol Gluck, Historikerin und Japanologin an der Columbia University in New York, nimmt bei einem Jour Fixe Kulturwissenschaften – gemeinsam veranstaltet vom Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW und dem Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien – die Veränderung der Haltung gegenüber den im Krieg zwangsprostituierten Frauen und Mädchen in den Blick. Bei ihrem Online-Vortrag „Global Memory Culture and the "Comfort Women"“ analysiert sie, wie deren offen angesprochenes Schicksal dazu beigetragen hat, die Wahrnehmung von sexueller Gewalt sowie der Rechte der Frauen im Lauf der Jahrzehnte zu verändern. Das hat nicht zuletzt zu Gesetzesänderungen, einer Debatte über Verantwortung und zu politischen Schuldeingeständnissen geführt.

Weitere Informationen

Anmeldung bei juliane.fink(at)oeaw.ac.at

Informationen

 

Termin:
18. März 2021, 16:30 bis 18:00 Uhr

Online via Zoom

Kontakt:
Mag. Juliane Fink
T: +43 1 51581-3310
Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW

 

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