
Mit der Synode von Cotnari im heutigen Moldawien sollte um die Mitte des 17. Jahrhunderts die katholische Glaubenspraxis auf Linie mit dem Bistum Bacău gebracht werden und das liturgische Durcheinander inmitten eines orthodoxen Umfelds vereinheitlicht werden. Obwohl die Geschichte der moldauischen Katholiken in der rumänischen und ungarischen Geschichtsschreibung seit langem erforscht wird, wurden viele Quellen in den Archiven noch nicht aufgearbeitet. Eine Ausnahme bildet das "Speculum Ordinis" des Bartolomeo Bassetti aus dem Jahr 1642. Diese Quelle enthält Akten, Dekrete und das moldauische Ritual der Synode von Cotnari aus dem Jahr 1642. Vor wenigen Jahren wurde davon eine Fotokopie gefunden.
Nun wurde sie von Antal Molnár in ihrem Kontext erforscht. Er stellt den Band "Catholic Confessionalization in Early Modern Moldavia: The Synod of Cotnari and the Speculum Ordinis of Bartolomeo Bassetti OFMConv. (1642)" auf Einladung des Instituts für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW in der Reihe "Balkanforschung an der ÖAW" vor. Molnár ist ehemaliger Direktor der Ungarischen Akademie in Rom (2011–2016) und derzeit Direktor des Instituts für Geschichte am HUN-REN-Forschungszentrum für Geisteswissenschaften sowie ordentlicher Professor an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest.
Informationen
Termine:
24. Juni 2025, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 4. Stock, Veranstaltungsraum
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Joachim Matzinger
T: +43 1 51581-7363
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW