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Balkanforschung: Orthodoxe Kirche zwischen Glauben und Diplomatie

Wie wurden kirchliche Reisen, Bittschriften und Netzwerke im 18. Jahrhundert zu diplomatischen Werkzeugen? Camilla Pletuhina-Tonev zeigt, wie orthodoxe Geistliche zwischen dem Osmanischen, Russischen und Habsburgerreich vermittelten.

Dienstag 24.11.2026 06:11 Uhr
Rötlich verputzte orthodoxe Klosterkirche Patriarchat Peć mit weißem Anbau, Kuppel und dekorativen Fensterfassungen; davor stehen kahle Bäume und ein niedriger Steinmauerrest. Im Hintergrund erhebt sich ein bewaldeter Hügel.
© Patriarchate of Peć 2010, Vanjagenije, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Im vierten Vortrag der siebenteiligen Reihe des Instituts für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW beleuchtet die Historikerin Camilla Pletuhina-Tonev die politische Rolle der orthodoxen Kirche im 18. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen das serbische Patriarchat von Peć und benachbarte Metropolien im Osmanischen Reich. Während der Kriege zwischen dem Osmanischen, Russischen und Habsburgerreich nutzten hohe Geistliche Reisen, Bittschriften und kirchliche Netzwerke, um Grenzen zu überschreiten, mit Sultanen, Kaisern und Zaren zu verhandeln sowie Informationen über den Balkan weiterzugeben. Auf Grundlage osmanisch-türkischer, russischer, deutscher und serbischer Quellen zeigt der Vortrag, wie religiöse Akteur:innen die Diplomatie zwischen Ost- und Westeuropa prägten.

Vortragsprogramm Balkanforschung

Informationen

 

Termin: 
24. November 2026, 18:00 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften,
Postsparkasse, 4. Stock, Raum 6
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

Kontakt: 
Dr. Joachim Matzinger 
T: +43 1 51581-7363 
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW

Hinweis
Diese Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.