
Vor sechs Jahren startete das Projekt "HistoGenes" mit dem Ziel, die Möglichkeiten der Analyse alter DNA zu nutzen, um mehr über die Bevölkerungsgeschichte Ost-Mitteleuropas zu erfahren. Das Neue dieses durch einen ERC Synergy Grant unterstützen Projekts war die disziplinenübergreifenden Zusammenarbeit von Expert:innen aus Archäologie, Geschichtswissenschaft und Anthropologie. Das Projektteam fokussierte auf die Zeit zwischen 400 bis 900 n. Chr. und deckt damit die Zeit großer Wanderungsbewegungen verschiedener Völker in Europa ab. Nun lädt das Institut für Mittelalterforschung der ÖAW zur Abschlusskonferenz "From Genes to History. New Perspectives on the Past" ein.
Expert:innen diskutieren die Interaktion der römischen Bevölkerung mit Migranten aus dem Norden, den Zustrom asiatischer Bevölkerungsgruppen in das Karpatenbecken, die Gemeinschaftsbildung in der Awarenzeit, die Ausbreitung der Slawen und die Entwicklung neuer zentraler Orte im 9. Jahrhundert. Die beiden wissenschaftlichen Festvorträge halten Johannes Krause (Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie) und Walter Pohl (Institut für Mittelalterforschung der ÖAW). Zudem geben der Historiker Patrick Geary, der Archäologe Tivadar Vida und die Anthropologin Margit Berner am Naturhistorischen Museum Wien in einer öffentlichen Vorlesung Einblick in "Interdisziplinäres Arbeiten zum frühen Mittelalter – neueste Forschungsmethoden und Ergebnisse".
Informationen
Termin:
25 bis 27. Februar 2026
Öffentliche Vorlesung im NHM: 25.02.2026, 18:30 Uhr
Orte:
Naturhistorisches Museum Wien (NHM), Vortragssaal
Burgring 7
1010 Wien
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
histogenes(at)oeaw.ac.at
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW