Dass die Geschichte des Kunstliedes nicht erst mit Franz Schubert beginnt, steht heute außer Frage. Und doch gehört ausgerechnet die Liedkomposition in Schuberts unmittelbarem Wiener Schaffenskontext vor 1814/15 noch immer zu den wenig beleuchteten Kapiteln der Musikgeschichte. Unter dem Motto „Sag an, wer lehrt dich Lieder, so schmeichelnd und so zart?“ – moderiert die in Wien und Zürich zu diesem Thema forschende Musikwissenschafterin Gundela Bobeth ein Gesprächskonzert mit den renommierten Liedinterpreten Knut Schoch (Tenor) und Henning Lucius (Hammerklavier).
Die Lieddarbietungen – darunter zahlreiche „Wieder-Uraufführungen“ nach über 200-jährigem Archivdasein – werden von einführenden Moderationsblöcken umrahmt und musikhistorisch verankert. Damit wird ein Bereich der Wiener Musikkultur zu neuem Leben erweckt, dessen Bedeutung für die weitere Liedgeschichte kaum zu überschätzen ist. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem ÖAW-Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen sowie dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien und wird unterstützt durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF).
Mehr zum Forschungsprojekt: Das deutschsprachige Lied in Wien um 1800
Termin:
29. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Kontakt:
Angelika Roch
Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen - IKM
Tel: +43 1 51581-3701
