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Kann Sprache Gender-Inklusion bewirken?

Im Albanischen gelten maskuline Formen zur verallgemeinernden Benennung von Personen unterschiedlicher Genderidentitäten nach wie vor als Norm und werden kaum hinterfragt. Delina Binaj von der Humboldt Universität zu Berlin reflektiert in ihrem Gastvortrag in der Vortragsreihe "Balkanforschung an der ÖAW" eine genderlinguistische Perzeptionsstudie, die in Albanien durchgeführt wurde.

Dienstag 13.05.2025 06:05 Uhr
© Blinaj

Genderinklusiver Sprachgebrauch kommt im Albanischen bislang nur vereinzelt vor, und sprachliche Diskriminierung von Personen aufgrund von Gender ist in der öffentlichen Debatte kaum ein Thema. Dennoch hat eine empirische Studie in Albanien die Genderkonzeptualisierungen von Personen- und Berufs­bezeichnungen durch unterschiedliche Sprachformen erhoben.

Delina Binaj von der Humboldt Universität zu Berlin wird die Studie im hybriden Vortrag "Kann Sprache Gender-Inklusion bewirken? Formen genderinklusiver Sprache im Albanischen und ihr Einfluss auf die Wahrnehmung von Sprachnutzenden" vorstellen. Die genderlinguistische Untersuchung erhält ihre Bedeutung angesichts einer zunehmenden Präsenz von Frauen in hohen politischen und staatlichen Ämtern in Albanien. Vor diesem Hintergrund werden in dem Vortrag empirisch belegte Ergebnisse über das emanzipatorische Potenzial von Sprache im Prozess des Wandels der albanischen Gesellschaft präsentiert. Der Vortrag findet auf Einladung des Instituts für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW in der Reihe "Balkanforschung an der ÖAW" statt.

Zoom-Link

Meeting-ID: 672 9516 2699, Kenncode: sCaT23

Informationen

 

Termine:
13. Mai 2025, 18:00 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 4. Stock, Veranstaltungsraum
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

und online via Zoom

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Joachim Matzinger
T: +43 1 51581-7363
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW