11.04.2019

Herrschaft und Geschlechterrollen im 18. Jahrhundert

Maria Theresia hatte als Herrscherin immer einen Mann zur Seite – zunächst ihren Gatten Franz Stephan, später Sohn Joseph. Wie diese komplexe Konstellation den erwarteten Geschlechterrollen entsprach und wie sich die regierenden Paare die Arbeit teilten, analysiert die Historikerin Bettina Braun in einem Vortrag an der ÖAW.

© KHM Wien, Münzkabinett MK_49bß
© KHM Wien, Münzkabinett MK_49bß

Maria Theresia fiel aus dem Rahmen. Nicht, weil sie als Frau regierte – das kam im dynastischen Europa der frühen Neuzeit durchaus häufiger vor –, sondern weil sie als Herrscherin stets einen Mann an ihrer Seite hatte, erst ihren Mann Franz Stephan, dann ihren Sohn Joseph II. Beide wurden von ihr zum Mitregenten ernannt, standen als Kaiser aber im Rang über ihr.

Bettina Braun, Historikerin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nimmt diese komplexe und ungewöhnliche Konstellation bei einem Vortrag an der ÖAW zum Thema „‘Einmal hat Habsburg einen Mann, und dann ist es eine Frau‘ – Maria Theresia: Herrschaft und Geschlechterrollen im 18. Jahrhundert“ in den Blick. Auf Einladung des Instituts für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung sowie des Instituts für kunst- und musikhistorische Forschungen der ÖAW thematisiert Braun die in diesen Arbeitspaaren verwirklichten Geschlechterrollen und die Art der Arbeitsteilung.

Einladung

 

Termin:
11. April 2019, 18:30 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Hollandstraße 11–13, 1. Stock, Seminarraum 1.50
1020 Wien

Wissenschaftliche Kontaktpersonen:
Univ.Doz.Dr. Katrin Keller 
T: +43 1 51581-7320
Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der ÖAW

Doz.Dr. Werner Telesko  
T: +43 1 51581- 3592  
Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen der ÖAW

 

 

 


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