Für ein gemeinsames Österreichisch-Tschechisches Geschichtsbuch
30.10.2015
Eine Geschichte, zwei Deutungen – immer wieder ist dieser Satz zu hören, wenn über das Verhältnis zwischen Österreich und Tschechien diskutiert wird. Und wirklich: Beide Länder verbindet bis ins 20. Jahrhundert eine über weite Strecken gemeinsame Geschichte, die jedoch als Folge der Entstehung der modernen National-Gesellschaften unterschiedlich gesehen und interpretiert wird. Nach dem Zerfall der Habsburger-Monarchie fanden sich in Mitteleuropa zwei Staaten als Nachbarn, deren Verhältnis von Konkurrenz, aber auch von Versuchen zur Kooperation geprägt war.
Historiker/innen beider Länder erarbeiten in Teams die verbindende und trennende Geschichte. Bis 2018 soll ein gemeinsames Österreichisch-Tschechisches Geschichtsbuch fertiggestellt werden. Im Vorfeld werden die Wissenschaftler/innen ihre Forschungsergebnisse mit der interessierten Öffentlichkeit diskutieren. Das gesamte Projekt wird von Niklas Perzi und Hildegard Schmoller vom Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung - INZ der ÖAW koordiniert. Die Diskussionsreihe wird am 30. Oktober 2015 zum Thema "Von Stereotypen und Narrativen und dem Leben an der Grenze" in Raabs a.d. Thaya fortgesetzt.
Einladung zur gesamten Vortragsreihe
Das Projekt wird vom BMEIA, BMBF, der Stadt Wien und den Ländern Ober- und Niederösterreich, dem Zukunftsfonds der Republik Österreich sowie dem tschechischen Außenministerium, dem tschechischen Schulministerium und den Kreisen Südmähren, Südböhmen und Vysočina unterstützt.
Termin:
30. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Ort:
Lindenhof
Oberndorf bei Raabs 7
3820 Raabs a.d. Thaya
Weitere Termine / Orte:
11.
November 2015, 19:00 Uhr
Landhaus, Brauner Saal
Landhausplatz 1
4020 Linz
17. November 2015, 15:30 Uhr
NÖ-Landesbibliothek, Lesesaal
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
Kontakt:
Dr. Hildegard Schmoller
Mag. Niklas Perzi
Tel: +43 1
51581-7314
Institut
für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung – INZ