
Sprechen, Singen und die Verwendung der Stimme zur Kommunikation gehören zu den ältesten kulturellen Techniken. Seit man Schallwellen speichern und wiedergeben kann, hat die flüchtige Ebene des Akustischen eine Materialität außerhalb des menschlichen Körpers erhalten. Dadurch wurde es möglich, die Stimme für individuelle und kulturelle Erinnerungen zu bewahren. Was aber bedeutet es - kulturell, erkenntnistheoretisch, technisch und politisch sowohl im Hinblick auf das materielle als auch auf das immaterielle Kulturerbe - eine Stimme auf einem Tonträger festzuhalten?
Fragen wie diese diskutieren die Teilnehmer:innen der experimentellen Konferenz "Fleeting Voices. Preserving Acoustic Heritage in the Archives and the Arts", zu der das Phonogrammarchiv der ÖAW in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien und der Universität Wien einlädt. Im Fokus stehen Stimmen und ihre Tonträger als Gegenstand der Kulturerbeforschung, Materialwissenschaft, Medientheorie, Kunst- und Kulturgeschichte. Es geht um die Besonderheiten des akustischen Erbes, die Wirkmächtigkeit (verschiedener – auch menschlicher) Klangträger in Archiven oder Kunstwerken und die Stimme als Medium. Die Konferenz findet im Rahmen des institutionenübergreifenden Forschungsprojekts SONIME (Sonic Memories. Audio Letters in Times of Migration and Mobility) statt.
Informationen
Termin:
1. bis 3. Oktober 2025
Ort:
Universität für angewandte Kunst Wien
Expositur Rustenschacheralle 2-4
1020 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
fleeting.voices(at)uni-ak.ac.at
Wissenschaftlicher Kontakt:
Katrin Abromeit, M.A.
T: +43 1 4277-29612
M: +49 176 9908 4317
Phonogrammarchiv der ÖAW