
Die Habsburgermonarchie war in vielfältiger Weise mit dem "Orient" verflochten – einem Konstrukt, das zahlreiche Länder und Kulturen adressierte. Insbesondere die jahrhundertlange Nachbarschaft zum Osmanischen Reich war von Krieg, Koexistenz und dichtem Austausch geprägt. Zugleich stellten sich habsburgische Akteur:innen schon lange vor der habsburgischen Okkupation der osmanischen Provinzen Bosnien und Herzegowina 1878 einen "inneren Orient" vor, den sie etwa im Banat, in der Bukowina oder in Galizien verorteten.
Eine Tagung "Der Orient der Habsburgermonarchie" richtet ihr Augenmerk auf konkrete Interaktionen von Akteur:innen aus der Habsburgermonarchie mit dem "Orient" und rückt die Bereiche Politik, Diplomatie, Verwaltung, Militär, Wissenschaft und Kunst in den Mittelpunkt. Der akteurszentrierte Ansatz soll über die longue durée (17.–20. Jh.) die nachhaltigen Verflechtungen mit dem Osmanischen Reich und anderen als "orientalisch" etikettierten Ländern und Kulturen sichtbar machen. Die Tagung wird vom Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW und dem Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW organisiert.
Informationen
Termin:
28.-30. Jänner 2026
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Mag. Caroline Hofer
T: +43 1 51581-3310
Institut für Kulturwissenschaften der ÖAW