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Der Impuls für Heiligenverehrung

Der Sozialanthropologe Ismail Fajrie Alatas erörtert die Genese einer religiösen Erinnerungszeremonie in Zentral-Java.

11.12.2014

Im islamischen Zentral-Java (Indonesien) ist es üblich, als heilig verehrte Personen in jährlichen Erinnerungsfeiern, genannt „hawl“ zu gedenken. Wie ein zukünftiger Heiliger „aufgebaut“ wird, ist ein Prozess, der – wie ein Beispiel aus der jüngeren Geschichte zeigt – von einer Person (konkret: Habib Luthfi bin Yahya), die selbst hohe spirituelle Autorität genießt, initiiert wird. Die Abwesenheit des Verehrungswürdigen tut dem Prozess keinen Abbruch. Die Autorität des Initiators ermöglicht eine religiös erlebbare Manifestation des Abwesenden in der ehrfürchtigen Glaubensgemeinschaft.

Der Sozialanthropologe Ismail Fajrie Alatas von der University of Michigan hat seine Dissertation der Erforschung jener islamischen Erinnerungszeremonien gewidmet und berichtet darüber („Narrating a Saintly Past: Cross-Chronotope Alignment and Dilemma of Discernment in a Contemporary Hawl in Central Java”) auf Einladung des ÖAW-Instituts für Sozialanthropologie.

Weitere Informationen

 

Termin:
11. Dezember, 2014, 16:O0 Uhr

Ort:
Seminarraum 1
Apostelgasse 23
1030 Wien

Kontakt:
Mag.a Odile Kommer
Institut für Sozialanthropologie
T +43 1 51581-6450
odile.kommer(at)oeaw.ac.at