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Das soziale Gefüge von Höfen und Städten an der Wende zur Neuzeit

Das Institut für Mittelalterforschung der ÖAW lädt zu einem prosopographischen (hybriden) Workshop ein, bei dem Akteur:innen, Netzwerke und das soziale Gefüge von Höfen und Städten im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit im Zentrum stehen.

Donnerstag 09.04.2026 , Dauer: 2 Tage
Hans Burgkmair der Ältere, Die Geschicklichkeit des jungen weißen Königs für das Veranstalten von Mummereien und Festgelagen, Holzschnitt aus dem Weißkunig, 1514/16 (Albertina, Wien, Inv. Nr.: DG2012/129/29), bearbeitet mit Google Gemini (https://gemini.google.com/), 2026

Das Institut für Mittelalterforschung der ÖAW lädt im Rahmen des Spezialforschungsbereichs Managing Maximilian  zum internationalen Workshop "Joining the Dots. Akteur:innen, Netzwerke und das soziale Gefüge von Höfen und Städten im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit" ein. Im Zentrum der hybriden Veranstaltung stehen Fragen zur Erfassung und Weiterverarbeitung prosopographischer Daten im vormodernen Kontext sowie zur Anwendbarkeit von Konzepten aus der Sozialen Netzwerkanalyse. In der Keynote beleuchtet Karin Hübner Begriffe, Konzepte, Chancen und Herausforderungen der Prosopographie im Zeitalter von KI. 

Der Workshop richtet sich vor allem an Historiker:innen am Beginn ihrer Karriere. Sie sind eingeladen, ihre Projekte zu prosopographischen Studien – besonders im Kontext einer Stadt, einer Region sowie eines fürstlichen oder königlichen Hofes in (Ost-)Mitteleuropa zwischen 1300 und 1600 – vorzustellen und sich über ihre Erfahrungen mit den verwendeten Quellen, Methoden und digitalen Tools auszutauschen. 

Der SFB Managing Maximilian (1493–1519) – Persona, Politics and Personnel through the Lens of Digital Prosopography verfolgt einen neuen interpretativen Zugang zu Maximilians Herrschaft und vormodernem Regieren, indem alle Verwaltungsebenen und alle in den Dokumenten der Kanzleien Maximilians I. namentlich erwähnten Akteur:innen während seiner Regierungszeit systematisch unter die Lupe genommen werden. So sollen die vielen "hinter" dem Kaiser bzw. in dessen Namen und Auftrag tätigen Personen(gruppen), die den als "Universalgenie" dargestellten Maximilian gemanagt haben, sichtbar werden. Ziel des Projektes ist es, dass bis Anfang 2027 ein Bild großer Tiefenschärfe vorliegt, das Maximilian I., seine Regierung, den Hof und die ihn umgebenden Personen umfasst. 

Anmeldung bis 5. April 2026

Weitere Informationen

Informationen

 

Termin:
9. bis 10. April 2026, Beginn um 13:30 Uhr

Ort: 
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 3. Stock, Seminarräume 2+3
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
MMag. Ronald Kurt Salzer
Mag. Andrea Singh Bottanova, MA

managing-maximilian(at)oeaw.ac.at
Dr. Sonja Dünnebeil M.A. 
T: +43 1 51581-7233
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW