Zurück

Bias und Herrschaft in Geschichte und Geschichtswissenschaft

Julia Gebke ist Historikerin an der ÖAW. Sie lädt zu einer Experimentierwerkstatt ein, um implizite Verzerrungen in den Geschichtswissenschaften auszuloten.

Donnerstag 12.02.2026 02:02 Uhr
Bildquelle: Sascha Schneider, Das Gefühl der Abhängigkeit (links) | Lichtsieg (rechts), 1920

Die Wirkmächtigkeit von sozialer Ungleichheit und struktureller Diskriminierung lässt sich nicht ohne ein Verständnis von "Bias", also einer gewissen Verzerrung der Wahrnehmung erklären. Mit dem Begriff "Bias" lassen sich implizite Vorannahmen über die Welt fassen, die größtenteils unbewusst und durch Sozialisation erworben werden. 

Im konkreten Fall der Geschichtswissenschaften geht man davon aus, dass Herrschaft immer auch mit Bias verknüpft ist. Diese Verknüpfung steht im Fokus der Experimentierwerkstatt an der Universität Wien zum Thema "Bias und Herrschaft in Geschichte und Geschichtswissenschaft". Auf Einladung des Instituts für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW soll ausgelotet werden, welches Potenzial im Konzept Bias für die Geschichtswissenschaften und für die Geschichte steckt. Der wissenschaftliche Zugang wird experimentell eingebettet in kreative Schreibsessions und Körperarbeit, um die implizite (persönliche) Vorannahmen sichtbar zu machen.

Anmeldung bis 10.2.2026 per Mail an Julia.Gebke(at)oeaw.ac.at

Informationen

 

Termin:
12. Februar 2026

Ort:
Universität Wien, Marietta-Blau-Saal
Universitätsring 1, Stiege 10, Hochparterre
1010 Wien

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
Dr. Julia Gebke 
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW