Beheizte Schanigärten in Zeiten des Klimawandels?
10.03.2026Projektleiterin Ulrike Bechtold vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hat nach eingehender Untersuchung der Sachlage einige Empfehlungen für die Zukunft der Stadt. Allen voran steht die Frage, wie Wien weiter Vorbildfunktion beim Thema Klima haben kann. „In Zeiten der globalen Erwärmung erscheint es grundsätzlich widersinnig, den Außenbereich bei kühlem Wetter zusätzlich zu beheizen“, ist Bechtold überzeugt. „Es braucht daher Anreize, um von diesem Modell auf weniger energieintensive Optionen umzusteigen.“
Ein neues ITA-Dossier beleuchtet Vor- und Nachteile der Beheizung von Außenräumen im Winter und diskutiert nachhaltigere Alternativen, wie etwa die Bereitstellung von Decken oder die Nutzung von Abluft. Auch die Bevölkerung müsse für die Problematik erwärmt werden. Die aktive Bewerbung etwa von „mit hundert Prozent Ökostrom beheizten Schanigärten“ könne aufklärend wirken.
Das ITA hat dieses Thema im Projekt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, und dabei Bürger:innen, Gastronom:innen, Expert:innen, Verwaltung und Politik mit einbezogen. In Interviews wurden Fragen zu Umweltrelevanz, Gerechtigkeit, Regulierung und Kontrolle von Außenraumbeheizung behandelt. Die Ergebnisse zeigen, dass Heizstrahler in der Gastronomie als Service für den Gast gesehen werden. „Allerdings werden sie auch zum Konkurrenzfaktor, nach dem Motto, wenn es die anderen haben, muss ich es auch haben“, so Bechtold. Der sehr hohe Energieverbrauch und die damit verbundenen Anforderungen seien allerdings nur schwer zu rechtfertigen, erklärt sie im Dossier.
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ITA-Projekt Beheizte Schanigärten – Außenraumheizungen im Lichte des Klimawandels