WER LEBT IN ÖSTERREICH?

FORSCHUNGSGRUPPE „DEMOGRAPHIE ÖSTERREICHS“

Das Ziel des Workshops ist es, ein Grundverständnis für Eckdaten zur österreichischen Bevölkerung zu schaffen. Die Schüler:innen erfahren mehr über die Menschen, die in Österreich leben. Wo sind sie geboren? Wie alt sind sie? Wie alt werden sie? Wie sieht das in anderen Ländern aus und wie wird es in Zukunft aussehen? Das Workshop-Team wird diesen Fragen gemeinsam mit den Kindern spielerisch nachgehen.

Das Workshop-Team besteht aus einer Gruppe von Wissenschaftler:innen der Forschungsgruppen „Demographie Österreichs“ und „Familie und Arbeitsmarkt“ des Instituts für Demographie (VID) der ÖAW:

Isabella Buber-Ennser studierte Technische Mathematik sowie Mathematik–Französisch auf Lehramt. Sie ist seit 1996 am VID tätig, wo sie die Gruppe „Demographie Österreichs“ leitet.

Bernhard Riederer studierte Soziologie und Volkswirtschaftslehre in Graz und forscht seit 2014 am VID.

Caroline Berghammer studierte Soziologie an der Universität Wien. Seit 2005 ist sie am VID tätig, wo sie die Forschungsgruppe „Familie und Arbeitsmarkt“ leitet. Darüber hinaus unterrichtet sie als Lektorin an der Universität Wien.

Sonja Spitzer hat Demographie und Volkswirtschaftslehre studiert. Sie forscht am Institut für Demographie zu sozialen und geschlechtsspezifischen Ungleichheiten in Gesundheit und Einkommen und unterrichtet zudem an der Universität Wien.

WO LIEGT DER RÖMERSCHATZ?

STEFAN GROH

Detektive lösen einen antiken Kriminalfall.

Die beiden Kinder Julia und Marcus lösen einen kniffligen Kriminalfall und alle können ihnen dabei helfen. In einem römischen Dorf gibt es einen Überfall, die Täter werden verfolgt und verlieren dabei einen Münzschatz. Wir tauchen in das Alltagsleben zur Römerzeit ein und rekonstruieren die Tat mit modernen Methoden der Archäologie. Wird uns die Lösung des Falles gelingen?

Stefan Groh studierte und promovierte an der Universität Graz, war Wissenschaftler am Universalmuseum Joanneum und ist seit 1997 Archäologe am Österreichischen Archäologischen Institut der ÖAW in Wien sowie Universitätsdozent an der Universität Wien. Seine Forschungsbereiche sind die römische Kultur und Infrastruktur im Mittelmeerraum und in den Nordprovinzen mit Forschungsaufenthalten in Syrien, Türkei, Frankreich, Italien sowie Mittel- und Osteuropa.

AUF DER SUCHE NACH EINER ZWEITEN ERDE

LUCA FOSSATI

Außerhalb unseres Sonnensystems wurden bisher mehr als 5.000 Planeten entdeckt. Und es werden täglich mehr. Jeder von ihnen ist einzigartig. Manche sind vergleichbar mit Jupiter und Saturn. Andere sind ähnlich wie Neptun. Aber kann es auf ihnen auch Leben geben? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, eine zweite Erde zu finden?

Dieser Vortrag kann auf Deutsch, Englisch oder Italienisch gehalten werden.

Luca Fossati studierte Physik an der Universität Pavia, Italien, und promovierte an der Universität Wien in Astrophysik. Nach einigen Jahren an der Open University, Großbritannien, und der Universität Bonn, Deutschland, leitet er seit 2015 die Exoplaneten-Forschungsgruppe am Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der ÖAW. Er ist an vielen Weltraummissionen der ESA und NASA beteiligt, wie zum Beispiel CHEOPS, CUTE, PLATO und ARIEL.

ZU LAND UND ZU WASSER: REISEN IM MITTELMEERRAUM VOR 1.000 JAHREN

MIHAILO POPOVIĆ

In unserer Zeit ist das Reisen in aller Munde. Wir fliegen in den Urlaub, nehmen Mietwagen und bereisen ein uns unbekanntes Land oder wir brechen zum Camping quer durch Europa auf. Im Mittelmeerraum des Mittelalters reiste ein Großteil der Bevölkerung selten bis gar nicht, und diejenigen, die reisten, hatten keine touristischen Motive und Fortbewegungsmittel. Wir werden uns gemeinsam ansehen, wie die Menschen im Byzantinischen Reich unterwegs waren, welche Fortbewegungsmittel sie hatten und wie lange Reisen, bei denen es viel zu erleben gab, dauern konnten.

Mihailo Popović arbeitet als historischer Geograf am Institut für Mittelalterforschung (IMAFO) der ÖAW an einem historischen Atlas des Byzantinischen Reiches. Deshalb ist er des Öfteren zu Fuß, per Auto, per Boot, per Fähre, ja, sogar auf Traktoren in Südosteuropa unterwegs und sammelt Daten für seinen Atlas. Dabei lernt er Land und Leute kennen.

VON LASERMESSUNG IM ALL UND WELTRAUMSCHROTT

MICHAEL STEINDORFER

Am Observatorium Lustbühel in Graz steht eine Laserbeobachtungsstation, die zu den besten der Welt gehört. Ihre Hauptaufgabe ist die Entfernungsmessung zu Satelliten und Weltraumschrott mit Hilfe eines Laserstrahls. Die Genauigkeit der Messungen beträgt wenige Millimeter bei Entfernungen bis zu 36.000 Kilometern. Wozu das notwendig ist und wie das funktioniert, können die Schüler:innen hier erfahren. Hat sich schon einmal jemand gefragt, was mit den Überresten von Raketenstarts, Trümmern von Kollisionen und kaputten Satelliten passiert? Sie alle stellen eine Gefahr für Weltraumstationen und aktive Satelliten dar. Aber gibt es schon eine Müllabfuhr im Weltraum?

Michael Steindorfer hat technische Physik an der TU Graz studiert und 2014 an der Karl-Franzens-Universität Graz promoviert. Seit 2015 arbeitet er am Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der ÖAW. Seit 2022 steht er der Forschungsgruppe „Satellite Laser Ranging“ vor. Aktuell leitet er außerdem zahlreiche Projekte in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der EU sowie nationalen und internationalen Partnern aus der Wirtschaft.

DIE WELT DER BÜCHER VOR DEM BUCHDRUCK

MARIA STIEGLECKER

Vor der Erfindung des Buchdruckes wurden Bücher mit der Hand geschrieben, weshalb sie Manuskripte oder Handschriften genannt werden. Welche Texte wurden geschrieben? Welche Bilder sehen wir darin? Wer hat geschrieben? Wem gehörten die Bücher? Um Antworten zu bekommen, muss man Schriften entziffern und Texte identifizieren, Bilder beschreiben und erklären. Und schließlich: Was kann uns das Papier, auf dem sie geschrieben
wurden, mit seinen Wasserzeichen über die Geschichte von Büchern oder Bibliotheken erzählen?

Maria Stieglecker ist stellvertretende Leiterin der Abteilung Schrift- und Buchwesen am Institut für Mittelalterforschung (IMAFO) der ÖAW. Ein Schwerpunkt ihrer Forschungen ist die Analyse von Wasserzeichen in spätmittelalterlichen Papierhandschriften.


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