History of Austrian/Austro-Hungarian Archaeology in the Balkans and the Eastern Mediterranean

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die österreichische/österreichisch-ungarische Archäologie, durchgeführt von Forschern aus allen Teilen des Reiches, in neuen Institutionen wie der Zentralen Kommission für Denkmäler (1850), der Prähistorischen Kommission der Akademie der Wissenschaften (1878) und dem Österreichischen Archäologischen Institut (1898) formalisiert. Archäologische und verwandte Aktivitäten nahmen auch auf dem österreichischen Balkan (Krain, Istrien, Dalmatien) zu und begannen im neu besetzten Bosnien-Herzegowina. Ab den 1870er Jahren wurden sie auf Griechenland, Kleinasien, den Levante und Ägypten ausgeweitet.
Das Symposium behandelt diese Archäologien innerhalb und außerhalb des Habsburgerreichs/Österreichs in ihren kolonialen und imperialen Kontexten, einschließlich der Nachwirkungen der Auflösung des Reiches im Jahr 1918. Wie andere europäische Mächte nutzte Österreich(Ungarn) Archäologie, um in den jeweiligen Gebieten Macht auszuüben, internationales Ansehen zu erlangen und die Museen in Wien zu füllen. Auf dem österreichischen Balkan sollten Archäologie und historische Artefakte auch die Loyalität der Bewohner gegenüber den Herrschern stärken. Andererseits dienten bestimmte lokale Archäologien innerhalb des Reiches nationalistischen Zielen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Beziehungen zwischen Archäologen aus verschiedenen Teilen des Reiches und darüber hinaus.
Veranstalter
Maximilian Georg (Austrian Academy of Sciences, Institute of Culture Studies)
Felix Höflmayer (Austrian Academy of Sciences, Austrian Archaeological Institute)
Agnes Woitzuck (Austrian Academy of Sciences, Austrian Archaeological Institute)
Informationen
Termin
21.–22. September 2026
Ort
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien
Programm
Kontakt
Maximilian Georg
Felix Höflmayer
