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Wolf PrizePhysik

Wolf-Preis für Physik an ÖAW-Mitglied Jun Ye

Die ÖAW gratuliert ihrem Mitglied Jun Ye zur renommierten Auszeichnung für seine Pionierarbeit mit ultrakalten Atomen.

09.10.2026
Physiker Jun Ye justiert den Laseraufbau für eine Strontium-Atomuhr
© J. Burrus/NIST (Public Domain)

Die Wolf Foundation zeichnet den US-amerikanischen Physiker Jun Ye von der University of Colorado in Boulder, Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) im Ausland, und Immanuel Bloch, Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching und Professor an der LMU München, mit dem Wolf-Preis für Physik 2026 aus. Gewürdigt werden ihre bahnbrechenden, breit anwendbaren Fortschritte bei der Kontrolle von Systemen ultrakalter Atome.

Präzision auf neuem Niveau

Der 1967 in Shanghai geborene Jun Ye hat die weltweit genauesten und stabilsten optischen Atomuhren maßgeblich weiterentwickelt. Mit ultrastabilen Lasern und präziser Kontrolle der Wechselwirkungen zwischen gefangenen Atomen setzte sein Team neue Maßstäbe für die Messung von Zeit und Frequenz. Seine Arbeiten ermöglichen Tests fundamentaler Physik, etwa die empfindlichste Suche nach dem elektrischen Dipolmoment des Elektrons, relativistische Geodäsie und die Suche nach Veränderungen fundamentaler Konstanten. In Anerkennung seiner Leistungen wählte die ÖAW Jun Ye dieses Jahr bereits zum Mitglied im Ausland. 

Renommierte Auszeichnung

Die in Israel ansässige Wolf Foundation vergibt den Preis seit 1978 in sechs Kategorien an Wissenschaftler:innen und Künstler:innen. Er ist mit 100.000 US-Dollar dotiert und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen weltweit.