Neue Forschungsplattform zu Johann Strauss
29.04.2026
Das erfolgreiche Jubiläumsjahr „Johann Strauss 2025 Wien“ ist zwar vorbei – doch Johann Strauss bleibt in der österreichischen Bundeshauptstadt Thema: Auf Initiative der Stadt Wien wird gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft, darunter der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) eine neue Forschungsplattform geschaffen. Sie soll die Forschung zu Johann Strauss sowie zur Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhundert fördern, indem unter anderem Kooperationen sowie der wissenschaftlichen Nachwuchs in diesem Forschungsfeld unterstützt werden. Ziel ist, Wiens einzigartiges Erbe rund um Strauss sowie die Wiener Operetten-, Tanz- und Unterhaltungsmusik wissenschaftlich zu erschließen und dieses Themenfeld für eine neue Generation von Wissenschaftler:innen zu öffnen.
Breite Kooperation
Beteiligt an der Forschungsplattform sind neben der ÖAW auch die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), die Universität Wien sowie das Wiener Institut für Strauss-Forschung. Eingebunden ist als Quellenpartnerin darüber hinaus die Wienbibliothek im Rathaus mit dem weltweit größten Strauss-Archiv.
Die breite Kooperation sehen die Universitäten gemeinsam mit der ÖAW als große Chance für Forschung und Forschungsstandort: „Als beteiligte Institutionen freuen wir uns über das kooperative Vorhaben der Wiener Forschungsplattform zu Strauss und Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts, das unterschiedliche institutionelle Perspektiven, künstlerische Praxis und wissenschaftliche Expertise interdisziplinär zusammenführt. Das Strauss-Jahr 2025 hat gezeigt, wie vielfältig und fruchtbar die künstlerische, wissenschaftliche und performative Beschäftigung mit Leben und Werk von Johann Strauss Sohn im Kontext aktueller Fragestellungen, Themen und Diskurse ist.Der Blick auf Ästhetiken, Strukturen und Medien des Populärkulturellen an der Schwelle zur Moderne erlaubt nicht nur wertvolle Aufschlüsse zu Wechselwirkungen zwischen Sozial- und Musikgeschichte. Er kann auch dazu beitragen, die Rolle Wiens als zentrale Kultur- und Musikmetropole innerhalb der vielsprachigen und multiethnischen Habsburgermonarchie differenziert zu beleuchten.“
