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Die verstimmte Gesellschaft

SYMPOSIUM der AG Geschichte der Medizin und Medical/Health Humanities

Mittwoch 17.09.2025 , Dauer: 2 Tage
© Peter Schmidt, The Studios

Symposium

17.-18. September 2025  |  Billrothhaus, Gesellschaft der Ärzte in Wien

PROGRAMM
Anmeldung zum SYMPOSIUM bis 10. September 2025 erbeten.

Unsere westlich orientierten Gesellschaften erleben multiple Krisen, die sich aber aus zeithistorischer Sicht vielleicht schon länger angedeutet haben. Alte Gewissheiten geraten an ihre Grenzen, der gesellschaftliche Zusammenhalt wird strapaziert. Gesellschaftliche Transformationen werden dabei als Belastung und nur selten als Chance empfunden. Die Krisenwahrnehmung erfasst verschiedenste gesellschaftliche Teilsysteme und reicht von der Politik über die Wirtschaft bis hin zur Medizin.

Im  internationalen Symposium „Die verstimmte Gesellschaft. Musik und Medizin im Antlitz multipler Krisen“ möchten wir einen interdisziplinären Blick auf die konstatierten Krisen der gegenwärtigen Gesellschaft und ihre Genese werfen, indem wir uns besonders der Musik als Symptom, Ausdrucksform,  Vehikel und möglichem Spiegel von Transformations- und Krisenerfahrungen zuwenden. Zugleich werden Bezüge zur medizinischen Praxis hergestellt. Die beiden Keynote Lectures  verdeutlichen das: 

Konsonanz und Dissonanz, Konsens und Dissens. Zur Rolle der Musik bei der Deutung kosmischer und gesellschaftlicher Zustände und Ereignisse
w.M. em. o. Univ.-Prof. Dr.  Dr. h.c. Karl Acham  Institut für Soziologie, Karl-Franzens-Universität Graz

Musik in der Medizin - Erfahrung, Evidenz, Perspektive
Prof. Dr. med. Stefan N. Willich, MPH, MBA Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie und World Doctors Orchestra e.V. c/o Charité – Institute of Social Medicine, Charité, Universitätsmedizin Berlin

Konzert mit Podiumsdiskussion

Mittwoch 17. September 2025, 19:30 Uhr | Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses

BESETZUNG
Camerata Salzburg
Giovanni Guzzo, Konzertmeister, Leitung

Richard Strauss
Metamorphosen. Studie für 23 Solostreicher AV 142 (1945)

Ernest Bloch
From Jewish Life I für Violoncello und Klavier (1924)

PODIUMSDISKUSSION
Welche Rolle kann Musik für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielen?

Teilnehmer:innen der Podiumsdiskussion:
Sabine Gretner, Geschäftsführung Superar Österreich
Matthias Naske, Intendant Wiener Konzerthaus
Sebastian Debus, Centrum für Musik Medizin und Musiktherapie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
Ulrike Sych, Rektorin der mdw
Andreas Bräunig, Geschäftsführer CAMERATA Salzburg
Firmian Lermer, Bratschist, Mitglied der CAMERATA Salzburg
Moderation: Ullrich Fichtner, Reporter der Chefredaktion, DER SPIEGEL

KONZERTTICKETS
Besucherinnen und Besucher des Symposiums erhalten 50% Rabatt auf die gewählte Preiskategorie. Den Rabattcode erhalten Sie mit Ihrer Anmeldebestätigung. 

»Die Zeit ist aus den Fugen«, urteilte schon Shakespeares Hamlet. Dies scheint heute wieder (oder immer noch?) zu gelten. Alte Gewissheiten geraten an ihre Grenzen, der gesellschaftliche Zusammenhalt wird strapaziert. Gesellschaftliche Transformationen werden dabei als Belastung und nur selten als Chance empfunden. Orientierungswissen vermag hier die (Zeit-)Geschichte zu geben, die reich an anderen gesellschaftlichen Transformationen und Krisen ist und die zeigt, wie andere Krisen gelebt wurden.
Das Symposium »Die verstimmte Gesellschaft. Musik im Angesicht der Krise« möchte einen besonderen Blick auf die konstatierte Krise der gegenwärtigen Gesellschaft und die Genealogie der Gegenwart werfen, indem es sich besonders der Musik als Symptom, Ausdrucksform, Vehikel und möglichem Spiegel von Transformations- und Krisenerfahrungen zuwenden.

Teil des Symposiums ist auch der Konzertabend mit der Camerata Salzburg und ihren Gästen. Musik hilft heilen. Das wissen wir aus verschiedenen Bereichen in der Medizin. Aber was kann Musik für unsere Gesellschaft bewirken? Diese Frage thematisiert der Konzertabend am 17. September 2025. Die Camerata Salzburg umrahmt eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema, in der renommierte Diskutanten aus Kulturmanagement, Wissenschaft und Kunst nach Antworten auf diese Frage suchen. Im Anschluss an das Konzert wird Zeit für Gespräche mit den Diskutanten sein.

Ein großer Dank gilt der Brahms Billroth Stiftung für Musik-Medizin für das großzügige Sponsoring des Symposiums und des Konzerts! 

Wissenschaftliche Leitung und Organisation des Symposiums:

Univ.-Prof. Dr. med. E. Sebastian Debus, FEBVS, FEBS, Klinikdirektor – Chairman, University Heart and Vascular Center, Department for Vascular Medicine, University Hospital Hamburg-Eppendorf, Brahms Billroth Stiftung für Musik und Medizin, Hamburg und Wien, Gesellschaft der Ärzte in Wien

Univ.-Prof. Dr. med.Heiner Fangerau, Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Centre Health & Society

Univ.-Prof. Dr. phil. Peter Becker, Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Universität Wien

w.M. em. o. Univ.-Prof. Dr. med. FRC Path. Helmut Denk, w.M. em. o. Univ.-Prof. Dr.  Dr. h.c. Karl Acham und Mag.  Dr. phil. Felicitas Seebacher, Kommission für Geschichte und Philosophie der Wissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

 

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