Sa, 03.07.2021 19:30

Überleben mit Neben-Wirkungen

Die unerwünschten Folgen technologischer Errungenschaften werden zur Zeit und am Ort des Erfolgs meist ausgeblendet. Verena und Wilfried Winiwarter nehmen im Rahmen der Initiative „Akademie in den Bundesländern“ in Galtür den Kontext intensiver Ressourcennutzung in den Blick. Die Umwelthistorikerin und der Atmosphären- und Systemwissenschaftler stellen historische Beispiele vor und erklären, wie systemwissenschaftliche Methoden Entscheidungsgrundlagen verbessern können.

Die Donau bei Wien
Die Donau bei Wien. Aus: Wasser Stadt Wien – Eine Umweltgeschichte. Zentrum für Umweltgeschichte, Hrsg. (2019): © Universität für Bodenkultur Wien, Technische Universität Wien

Hochwasserschutz, Ernährungssicherheit – wer könnte etwas dagegen haben, diese Ziele mit technologischem Know-how zu erreichen? Dennoch haben viele dieser Erfolgsgeschichten Schattenseiten. Erfolgreiche Eingriffe in komplexe Systeme mindern oftmals eines der Risiken für die Betroffenen, provozieren damit aber völlig neue Herausforderungen. Die Geschichte unserer näheren und ferneren Umwelt ist reich an Beispielen.

Bei einem Vortrag zum Thema „Überleben mit Neben-Wirkungen: Einblicke in historische Umweltforschung und Umweltmodellierung“ stellen Verena Winiwarter, Professorin für Umweltgeschichte an der Universität für Bodenkultur Wien, und Wilfried Winiwarter, Professor für Systemwissenschaften am International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA), umfassend erforschte Bespiele vor und zeigen zudem Wege auf, Neben-Wirkungen im Vorfeld besser einschätzen zu lernen. Sie tun dies etwa im Blick auf die Donauregulierung, den Schitourismus oder Emissionen in der Landwirtschaft.

Der Vortrag ist Teil der ÖAW-Initiative „Akademie in den Bundesländern“. Diese österreichweite Initiative greift unter dem Motto „Wer kann diese Welt noch retten?“ ein Unbehagen in der Gesellschaft auf, das nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass wissenschaftliches Wissen nur ein Teilaspekt in gesellschaftlichen und politischen Aushandlungsprozessen ist. Die aktuelle Vortragsreihe in Galtür wird gemeinsam veranstaltet von der ÖAW, dem Institut für interdisziplinäre Gebirgsforschung der ÖAW, der Bundesländerinitiative Tirol und Vorarlberg, dem Alpinarium Galtür sowie der Gemeinde Galtür.

Einladung

Anmeldung erbeten unter info(at)alpinarium.at

Weitere Informationen

Die Vorträge werden unter Berücksichtigung der zu dem Zeitpunkt an der ÖAW geltenden Covid-Maßnahmen der Bundesregierung durchgeführt. Die Möglichkeit einer kurzfristigen Absage besteht.

 

Informationen

 

Termin:
3. Juli 2021, 19:30 Uhr

Ort:
Alpinarium Galtür
Hauptstraße 29 c
6563 Galtür

Kontakt:
Mag. Angela Balder
T: +43 1 51581-1290
Aktuariat: Administration Gelehrtengesellschaft

Konzeption:
PD Dr. Andrea Fischer
Institut für interdisziplinäre Gebirgsforschung der ÖAW

 

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