
Siegfried Jacobsohn prägte mit seiner Theaterzeitschrift „Die Schaubühne“ von 1905 bis 1918 Literatur und politische Öffentlichkeit. Ausgehend vom Theater als gemeinsamer Kulturinstitution schuf er ein Forum für Kritik, unterschiedliche Stimmen und literarische Experimente. Autorinnen und Autoren wie Lou Andreas-Salomé, Robert Walser, Else Lasker-Schüler und Alfred Polgar machten die Zeitschrift zu einem Spiegel ihrer Zeit. Mit Kurt Tucholsky wurde sie später zur „Weltbühne“ und thematisierte politische Gewalt der Weimarer Republik. Zum 100. Todestag würdigt eine szenische Lesung Siegfried Jacobsohns Wirken. Zugleich wird die digitale Edition der Abteilung für Literaturwissenschaft und Printkulturforschung des Austrian Centre for Digital Humanities der ÖAW vorgestellt. Die szenische Lesung gestalten Ursula Scheidle, Robert Stadlober und Lili Winderlich mit ausgewählten Texten. Imelda Rohrbacher führt in die digitale Edition ein, Lukas Schöppl verantwortet die szenische Einrichtung und Robert Stadlober die Vertonungen.
Anmeldung bis 21. Oktober 2026 möglich.
Informationen
Termin:
4. November 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Kontakt
Austrian Centre for Digital Humanities
T +43 1 51581-2200