Mo, 11.10.2021 15:00

Molekular scharf: Fluoreszenzmikroskopie im 21. Jahrhundert

Stefan Hell, Nobelpreisträger und Direktor an den Max-Planck-Instituten für biophysikalische Chemie sowie für medizinische Forschung, ist einer der Masterminds einer neuen Art von Lichtmikroskopie, die eine Auflösung bis in den molekularen Bereich ermöglicht. Bei einer Richard Zsigmondy-Lecture von ÖAW und TU Wien erklärt Hell im Kuppelsaal der TU Wien, wie das funktioniert.

© conicet.gov.ar/researchers-achieve-the-highest-resolution-in-fluorescence-microscopy
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Bis in die 1990er Jahre sah man kaum eine Möglichkeit, mit einem Lichtmikroskop je feinere räumliche Details auflösen zu können als etwa 200 Nanometer. Inzwischen aber hat die Technik die alte Auflösungsgrenze hinter sich gelassen und ist auf die Nano-Ebene vorgedrungen. Man fand einen Weg, näher beieinanderliegende Strukturen dadurch visuell unterscheidbar zu machen, dass man sie für die kurze Zeit der Messung in unterschiedliche Quantenzustände überführt. Mit den modernsten „Nanoskopen“ kann mittlerweile die ultimative (Hoch-)Auflösung – die Größe eines Moleküls von etwa einem Nanometer – erreicht werden. Der Nobelpreisträger Stefan W. Hell ist einer der Masterminds dieser Entwicklungen. Auf Einladung von ÖAW und TU Wien beschreibt Hell bei einer Richard Zsigmondy-Lecture zum Thema „Molekular scharf: Fluoreszenzmikroskopie im 21. Jahrhundert“ die physikalischen Ideen, die diesen Auflösungssprung ermöglichen und gibt einen Ausblick auf mögliche Anwendungsbereiche in Biologie und Nanotechnologie.

Stefan W. Hell ist Direktor an den Max-Planck-Instituten für biophysikalische Chemie in Göttingen und für medizinische Forschung in Heidelberg. 2014 wurde ihm für die Entwicklung superauflösender Fluoreszenzmikroskopie gemeinsam mit Eric Betzig und William E. Moerner der Nobelpreis für Chemie zuerkannt.

Hell setzt mit dieser Richard Zsigmondy-Lecture die Reihe der „Akademievorlesungen“ fort, die prominente Vortragende unterschiedlicher Fachgebiete nach Wien bringen. Die Richard Zsigmondy-Lectures werden von ÖAW und TU Wien veranstaltet und widmen sich aktuellen Fragen an der Schnittstelle von Chemie und Mikroskopie. Sie erinnern an den österreichisch-ungarischen Chemiker, der ab 1908 Professor in Göttingen war und 1925 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde.

Einladung

Anmeldung für die Teilnahme im Kuppelsaal erbeten bis 4. Oktober 2021.

Die Veranstaltung kann auch im Live-Stream verfolgt werden.

Informationen

 

Termin:
11. Oktober 2021, 15:00 Uhr

Ort:
TU Wien, Kuppelsaal
Karlsplatz 13, 4. OG
1040 Wien

und via Live-Stream

Kontakt:
Mag. Georg Brunner  
T: +43 1 51581-1217
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Strategie und Organisationsentwicklung

 

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