
Der Kaukasus ist eine Region von extrem hoher sprachlicher Diversität, in der über 40, teilweise stark bedrohte Minderheitensprachen gesprochen werden. Die beiden Linguist:innen vom Institut für Slawistik und Kaukasusstudien der Universität Jena, Diana Forker und Elguja Dadunashvili, nehmen auf Einladung der ÖAW-Kommission Vanishing Languages and Cultural Heritage die bedrohte Vielfalt in den Blick.
In der Reihe "VLACH Lectures: Heritage and Resilience" präsentiert Diana Forker "Vielfalt und Resilienz ostkaukasischer Minderheiten im Südkaukasus". Sie thematisiert am Beispiel der Sprachvitalität von Awaren, Tsova-Tush, Armeniern und Lesgiern den Zusammenhang von Resilienz und dem Grad sozialer Integration.
Elguja Dadunashvilis Forschungsschwerpunkt sind die südkaukasischen Sprachen. In seinem Vortrag "Oralliteratur im digitalen Zeitalter: Chancen für Sprachbewahrung und -revitalisierung" untersucht er die Rolle mündlicher Erzähltraditionen als zentrale Träger sprachlicher und kultureller Wissensbestände, insbesondere im Kontext von Sprachen ohne etablierte Schrifttradition. Darüber hinaus fokussiert er auf die Wechselwirkung zwischen folkloristischen und sprachwissenschaftlichen Perspektiven und stellt einen grundlegenden Ansatz zur Verzahnung dieser Forschungsinteressen vor.
Anmeldung erbeten bis 15. Mai 2026 bei vlach(at)oeaw.ac.at
Informationen
Termin:
22. Mai 2026, 16:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Seminarraum 1
Bäckerstraße 13
1010 Wien
Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
vlach(at)oeaw.ac.at
T: +43 1 51581-3650
Kommission Vanishing Languages and Cultural Heritage