14.02.2022

Krieg aus einer Perspektive von unten

Nebiha Guiga, Historikerin am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin, erforscht den Napoleonischen Krieg von 1809 aus der bislang wenig beachteten Perspektive der beteiligten Personen – der Soldaten und Ärzte auf beiden Seiten sowie der involvierten Zivilisten. Sie stellt ihre Ergebnisse bei einem Online-Vortrag der ÖAW vor.

©Heimat- und Napoleonmuseum Deutsch Wagram
©Heimat- und Napoleonmuseum Deutsch Wagram

Die Napoleonischen Kriegen sind in vielerlei Hinsicht bereits sehr gut erforscht. Bislang wenig beachtet blieben dabei allerdings die menschlichen Schicksale – in Gefechten, in denen aufgrund der intensiven Nutzung der Artillerie viele Soldaten grausam verletzt wurden. Diese Forschungslücke schließt Nebiha Guiga, Historikerin am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin. In einem englischsprachigen Online-Vortag zum Thema „The Faces of War 1809. Soldiers, Civilians, Surgeons“ stellt sie ihre Ergebnisse auf Einladung des Instituts für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW vor.

Nebiha Guiga verfolgt den Feldzug 1809 entlang der Donau und stützt sich für ihre Perspektive von unten auf eine Vielzahl französischer und österreichischer Archivquellen und zeitgenössischer Augenzeugenberichte. Sie fragt nach den Erfahrungen der Soldaten auf beiden Seiten, den Herausforderungen für Feldärzte und den Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

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Informationen

 

Termin:
14. Februar 2022, 18:00 Uhr

Ort:
Online via Zoom

Kontakt:
Dr. Ilya Berkovich
T: +43-1-51581-7319
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW

 

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