Kollisionskurs im Orbit: Wer trägt Verantwortung für Weltraumschrott?

Navigation, Wettervorhersagen und Kartenzahlungen sind auf Satelliten angewiesen. Gleichzeitig umkreisen ausgediente Raketenstufen und Millionen Trümmerteile die Erde. Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 28.000 Stundenkilometern, sodass bereits kleinste Teile Satelliten beschädigen können. Nina Klimburg-Witjes, Associate Professor für Science and Technology Studies an der Universität Wien, beleuchtet diese wachsende Krise im Orbit. Sie ist Leiterin mehrerer europäisch geförderter Forschungsprojekte. Auf Grundlage sozialwissenschaftlicher Forschung zeigt sie, wie Staaten, Unternehmen und Gesellschaft Interessen, Regeln und Nachhaltigkeit im Weltraum aushandeln. Neue, rasch wachsende Satellitennetze privater Unternehmen verändern die Situation zusätzlich. Der Vortrag macht deutlich: Weltraumschrott betrifft nicht allein die Raumfahrt, sondern hat auch Folgen für Umwelt und Gesellschaft auf der Erde.
Der Vortrag wird vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) gemeinsam mit dem Österreichischen IIASA-Rat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) veranstaltet.
Informationen
Termin:
13. November 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Kontakt:
DI Dr. Viktor Bruckman
T: +43 1 51581-3200
Österreichischer IIASA-Rat bei der ÖAW