Aufbauend auf diesen Grundlagen bringt die Konferenz 2026 Archäolog:innen, Historiker:innen und Spezialist:innen für antike Religionen zusammen, um zu untersuchen, wie diese Kulte in verschiedenen Gemeinschaften zwischen Donau und Adria weitergegeben, übernommen und umgestaltet wurden. Anstatt sie als feste oder einheitliche Phänomene zu betrachten, betrachtet die Konferenz sie als dynamische Traditionen, deren Bedeutungen, Praktiken und materielle Ausdrucksformen kontinuierlich durch die Interaktion mit lokalen kulturellen, sozialen und politischen Kontexten ausgehandelt wurden.
Basierend auf Fallstudien, die von neuen archäologischen Entdeckungen und neuen methodischen Ansätzen bis hin zu breiteren vergleichenden Perspektiven reichen, werden die Teilnehmer eine Reihe von Fragen beantworten: Warum blühten bestimmte Kulte in einigen Provinzen auf, während sie in anderen kaum oder keine Spuren hinterließen? Wie wurden globale religiöse Traditionen umgestaltet, um lokale Bedürfnisse, Identitäten und Praktiken widerzuspiegeln? Und was können die materiellen Überreste von Heiligtümern und Votivobjekten über die Gemeinschaften verraten, die sie übernommen und erhalten haben?
Veranstalter
Nirvana Silnović (Austrian Archaeological Institute, Austrian Academy of Sciences)
Eduard Pollhammer (Office of the Lower Austrian Provincial Government, Department of Art and Culture, Archaeological Park Carnuntum)
Inga Vilogorac Brčić (Department of History, Faculty of Humanities and Social Sciences, University of Zagreb)
Aleksandra Nikoloska (Research Centre for Cultural Heritage “Cvetan Grozdanov,” Macedonian Academy of Sciences and Arts)
Informationen
Termin
28.–30. September 2026
Orte
Tag 1 und 3
Otto Wagner Postsparkasse, Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien, Seminarraum 2–3, 3. Stock
Tag 2
Kulturfabrik Hainburg, Kulturplatz 1, 2410 Hainburg an der Donau
Kontakt
Nirvana Silnović