Mi, 03.11.2021 16:00

Ein differenzierter Blick auf die Wiener Völkerkunde

Die beiden Kultur- und Sozialanthropologen Andre Gingrich und Peter Rohrbacher haben im Verlag der ÖAW ein mehrbändiges Werk herausgegeben, das die Wiener Völkerkunde zur NS-Zeit differenziert in den Blick nimmt. Die ÖAW lädt zur Online-Präsention ein, bei der die Autoren am virtuellen Podium diskutieren.

© Verlag der ÖAW
© Verlag der ÖAW

Vor 1938 galt Wien als Metropole der Völkerkunde. Mit dem „Anschluss“ Österreichs durch das sogenannte Dritte Reich wurde die Wiener Völkerkunde grundlegend umgebaut. Die Verstrickungen des Fachs in das NS-Herrschaftssystem werden in einer mehrbändigen Publikation im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) jetzt aus neuen Blickwinkeln beleuchtet. Die Herausgeber, die Kultur- und Sozialanthropologen Andre Gingrich und Peter Rohrbacher, dokumentieren in „Völkerkunde zur NS-Zeit aus Wien (1938–1945). Institutionen, Biographien und Praktiken in Netzwerken“ das Ausmaß der Beteiligungen an verbrecherischen Aktivitäten ebenso wie den Widerstand von Völkerkundler/innen dagegen. Besonderes Augenmerk legen sie auf die Herausarbeitung feiner Nuancen innerhalb der manchmal fließenden Übergänge zwischen Anpassung und Widerstand.

Im Rahmen der Online-Präsentation werden die Autoren – Andre Gingrich ist wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und langjähriger Direktor des Instituts für Sozialanthropologie (ISA) der ÖAW – und Peter Rohrbacher, PostDoc am ISA, über das fach- und zeitgeschichtliche Werk diskutieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

Website des Verlags der ÖAW

Informationen

 

Termin:
3. November 2021, 16:00 Uhr

Ort:
Online via Zoom

Kontakt:
Mag. Herwig Stöger
T: +43 1 51581-3405
Verlag der ÖAW

 

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