Mo, 18.10.2021 20:00

Dialog über die gesellschaftliche Relevanz von Wissenschaft

Ist gesellschaftliche Relevanz von Forschung bewertbar? Und wenn ja, wie? Die Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann in Bozen, Eurac Research und die ÖAW laden ein, einige Antworten auf diese Frage - 2018 von der ÖAW als Wettbewerb ausgeschrieben - bei einer Tagung zu diskutieren. Der Vorabend ist dem Balkan im 20. Jahrhundert gewidmet und beleuchtet den schwierigen Übergang von Imperien zu Nationalstaaten.

© Unsplash/Martin Adams
© Unsplash/Martin Adams

Die Frage nach der gesellschaftlichen Wirksamkeit von Forschung wird unter dem Schlagwort Societal Impact seit einigen Jahren rege diskutiert. So schrieb im Jahr 2018 auch die Österreichische Akademie der Wissenschaften eine öffentliche Preisfrage unter dem Titel „Ist gesellschaftliche Relevanz von Forschung bewertbar? Und wenn ja, wie?“ aus. Sie knüpfte damit an eine lange Tradition von Wissenschaftsakademien an, die seit dem ausgehenden siebzehnten Jahrhundert in dieser Form Antworten auf ungelöste wissenschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen gesucht haben. Mehr als 100 Essays wurden eingereicht. In Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Eurac Research möchte die Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann einige Antworten auf die Preisfrage vorstellen und in einer eintägigen Tagung mit weiteren Beiträgen im regionalen Kontext verorten.

Die Fachtagung zum Thema „Vom Nutzen und Nachteil der Wissenschaften für das Leben. Zur Frage der gesellschaftlichen Relevanz von Forschung.“ versteht sich als offene Einladung an alle Interessierten, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen wollen. Die Vortragenden kommen aus den Fachbereichen Biologie, Umweltgeschichte, Technologie, Philosophie und Sozialwissenschaft. Am Vorabend der Tagung hält Oliver Jens Schmitt, Präsident der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, einen Vortrag zum Thema „Zwischen Imperien und Nation: der Balkan im 20. Jahrhundert“. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht die postimperiale Dimension der neuesten Geschichte des Balkans. Schmitt wird von der gewaltsamen Abgrenzung der Nationalstaaten des Balkan von den ehemaligen Imperien auf ihren Territorien ausgehen und den Versuch der kommunistischen Diktaturen beleuchten, ethnisch homogene Gesellschaften zu schaffen, um so das imperiale Erbe zu beseitigen.

Weitere Informationen

Die Tagung findet unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen statt.

Informationen

 

Termin:
18. Oktober 2021, 20:00 Uhr und 19. Oktober 2021 ganztags

Ort:
Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann, Lesesaal
A.-Diaz-Straße 8
39100 Bozen

Kontakt:
Aktuariat der ÖAW

 

 

 

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