
Der Übergang von der mittleren zur späten Bronzezeit in der Argolis wird oft anhand der Schachtgräber von Mykene, dem Aufkommen mykenischer verzierter Keramik und der späteren Verbreitung von Tholos- und Kammergräbern beschrieben. In Zentralgriechenland verlief dieser Übergang jedoch anders. Hier blieben die mittelhelladischen Bräuche bestehen: Es wurden weiterhin Kammergräber gebaut, einfarbige und matt bemalte Keramik war weit verbreitet, und mykenische Elemente tauchten nur langsam auf. Mit LH IIIA2 - einer wichtigen Phase der Spätbronzezeit in Griechenland - taucht jedoch das gesamte mykenische Repertoire mit erstaunlicher Geschwindigkeit auf.
Peter Pavúk, Archäologe an der Karlsuniversität in Prag, untersucht bei seinem hybriden "World Archaeology Seminar" an der ÖAW zum Thema "Central Greece at the dawn of the Mycenaean Age" die besonderen Entwicklungswege der frühen späten Bronzezeit in Zentralgriechenland, wobei Keramik als Hauptbeleg dient, ergänzt durch Siedlungs- und Bestattungsdaten. Es werden Unterschiede zwischen dem Landesinneren und der Küste diskutiert, ebenso wie die Rolle der Verbindungen nach Norden, ein Faktor, der in jüngeren Darstellungen eher übersehen wird.
Informationen
Termin:
28. Jänner 2026, 17:30 Uhr (CET)
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 3. Stock, SR 1
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien
Meeting-ID: 648 0217 5977, Kenncode: ktdu3m
Kontakt:
Mag. (FH) Sigrid Pratsch, BA
T: +43 1 51581-6101
Österreichisches Archäologisches Institut der ÖAW