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Wozu Geisteswissenschaften?

Wer braucht angesichts der Fortschritte in Physik, Medizin & Co. heute noch Geisteswissenschaften? Führende Wissenschaftler stellen sich einer fundamentalen Frage.

19.02.2014

Die Zeiten, in denen Philosophie und Geschichte das Aussehen von Gebäuden bestimmten, politische Auseinandersetzungen prägten und unterschiedlichste Bereiche der Wissenschaft beeinflussten, sind lange vorbei. Wurde früher noch mit den Erkenntnissen der Geisteswissenschaften Staat gemacht, sind es heute Errungenschaften aus Medizin, Biologie, Physik, Mathematik und Technik, die den Fortschritt unserer Gesellschaft definieren.

Würden Sie dieser gewagten These zustimmen? Und was sagen führende Wissenschaftler zu dieser Thematik? Das erste Symposion der „Maimonides Lectures“ geht dieser fundamentalen Frage auf den Grund: Unter dem Titel „Geisteswissenschaften: Tradiertes Erbe und gegenwärtige Herausforderung“ werden hochkarätige Wissenschaftler auf der zweitägigen Tagung Stellung zu der vermeintlich geringgeschätzten Bedeutung der Geisteswissenschaften nehmen.

Bereits der Auftaktvortrag des deutschen Philosophen Vittorio Hösle unter der Überschrift „Was sind und zu welchem Ende betreibt man Geisteswissenschaften“ verdeutlicht, dass Scheuklappen dabei keinen Platz haben werden.