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Vormodernes Wissen interaktiv zugänglich

Das „Lexikon zur byzantinischen Gräzität“ wurde online veröffentlicht und durch Verlinkung mit der maßgeblichen internationalen Textforschungsplattform verfügbar gemacht. ForscherInnen weltweit haben damit die Möglichkeit zum einfachen Zugriff auf einen einzigartigen Wortschatz.

10.10.2014

Die Wendung „In zweifacher schriftlicher Ausfertigung“ ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts: Sie war bereits (als Adverb „antisyngráphōs“) den Schriftführern im mittelalterlichen Byzanz geläufig. Derartige, aber auch weitaus gewichtigere sprachliche Informationen können nun per Mausklick eingeholt werden. Denn das „Lexikon zur byzantinischen Gräzität“ ist ab sofort online verfügbar.

Seit mehr als 40 Jahren wird das historische Wörterbuch der griechischen Sprache des byzantinischen Mittelalters erstellt. Das unter der Leitung von Erich Trapp an der Abteilung Byzanzforschung des ÖAW-Instituts für Mittelalterforschung betriebene Großprojekt ist nicht nur für Byzantinisten von größtem Wert, sondern verschafft auch ForscherInnen anderer Disziplinen einen unverzichtbaren Zugang zu vielen Bereichen vormodernen Wissens.

Nach intensiver und langjähriger Zusammenarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit dem an der University of California angesiedelten Thesaurus Linguae Graecae ist es nun gelungen, diesen sprachlichen Datenschatz interaktiv ins Web zu bringen, vernetzt mit der Datenbank des TLG, die das gesamte griechische Schrifttum aus Antike und Mittelalter zugänglich macht. Auf der Site www.tlg.uci.edu/lbg können ForscherInnen bereits 62.869 Einträge zu den Buchstaben Alpha bis Pi nachschlagen – und zwar in vielfacher digitaler Ausfertigung.

„Lexikon zur byzantinischen Gräzität“