ÖAW fliegt zum Jupiter: Grazer Technologie für Raumsonde JUICE der ESA
12.04.2023
Die Sonde fliegt mit Know How der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW): Das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der ÖAW hat gemeinsam mit der TU Graz ein neuartiges Quanteninterferenz-Magnetometer entwickelt. Dieses wird die Magnetfelder des Jupitersystems präzise vermessen, um unter anderem die unterirdischen Ozeane der drei Eismonde Europa, Ganymed und Kallisto genauer zu erforschen. Dort könnten möglicherweise die Voraussetzungen für Leben gegeben sein. JUICE soll diese Welten erkunden, damit wir mehr über die Größe und die Zusammensetzung der Ozeane erfahren.
Große Leistung der heimischen Grundlagenforschung
ÖAW-Präsident Heinz Faßmann sagt: „Die Österreichische Akademie der Wissenschaften beforscht die kleinsten Zellen des menschlichen Körpers und die größten Weiten des Sonnensystems. Für die JUICE-Mission zum Planeten Jupiter haben die hochspezialisierten Forschenden der ÖAW ihr Know How zur Verfügung gestellt. Österreich kann stolz auf diese Leistung der heimischen Grundlagenforschung sein.“
Christiane Helling, Direktorin des IWF ergänzt: „Mit der direkten Beteiligung an drei der zehn wissenschaftlichen Instrumente auf JUICE kann das Weltrauminstitut einen entscheidenden Beitrag bei der Suche nach außerirdischen Lebensräumen in unserem Sonnensystem leisten. Darüber hinaus sind Missionen wie JUICE für die Erforschung der planetaren Vielfalt innerhalb und auch außerhalb unseres Heimatplanetensystems unerlässlich.“
JUICE ist erst die dritte Mission, die den Jupiter, den größten Planeten unseres Sonnensystems, umkreisen wird und es ist die erste Raumsonde, die mit Ganymed einen anderen Mond als unseren eigenen in einer stabilen Umlaufbahn erforschen wird. Neben der Entwicklung des Magnetometers kalibrierte das IWF für die JUICE-Mission die Antennen des Radiowelleninstruments. Außerdem ist das Institut Mitglied im wissenschaftlichen Team des Teilchenspektrometers.