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ÖAW-Demograph Wolfgang Lutz in National Academy of Sciences gewählt

Vier österreichische Wissenschaftler und zugleich ÖAW-Mitglieder sind somit aktuell in der renommierten US-Wissenschaftsakademie vertreten.

06.05.2016
Bild: Wikimedia/Another Believer
Bild: Wikimedia/Another Believer

Wolfgang Lutz, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und wirkliches Mitglied der ÖAW, wurde als „Foreign Associate“ in die US-amerikanische National Academy of Sciences (NAS) gewählt, wie die Einrichtung mit Sitz in Washington D.C. am 3. Mai 2016 bekannt gab.

Lutz, der auch Gründungsdirektor des Wiener Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital – einem Zusammenschluss von ÖAW, IIASA und WU Wien – ist, war der einzige österreichische Wissenschaftler unter den insgesamt 105 neu gewählten Mitgliedern aus vierzehn Ländern. Neben ÖAW-Präsident Anton Zeilinger sowie den ÖAW-Mitgliedern Peter Schuster und Peter Zoller ist der Demograph damit nun der vierte Österreicher, der derzeit in der NAS vertreten ist.

Die NAS ist eine der ältesten und angesehensten Wissenschaftseinrichtungen der USA. Sie wurde durch Abraham Lincoln im Jahr 1863 ins Leben gerufen, mit der Aufgabe die Regierung und Öffentlichkeit in wissenschaftlichen Fragen zu beraten. Die NAS zählt mehr als 2.700 Wissenschaftler/innen verschiedener Disziplinen zu ihren Mitgliedern, darunter mehr als 460 außerhalb der USA.

Erst vor Kurzem war Wolfgang Lutz bereits eine weitere amerikanische Auszeichnung zuteil geworden. Die Population Association of America hatte ihm im April 2016 den Mindel C. Sheps Award verliehen. Der seit 1974 vergebene Preis gilt als eine der höchsten Ehrungen in der Bevölkerungswissenschaft.