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Neues vom Ötzi

Wolfgang Müller, in London forschender Geochemiker, berichtet, was der Mann aus dem Eis über Metallurgie und Almwirtschaft verrät.

22.04.2015

Feinste und räumlich hoch auflösende Analysemethoden erlauben es, Haare und Fingernägel als Archiv für Schwermetallbelastung nutzen - auch bei Ötzi, der mehr als 5000 Jahre alten Gletschermumie. So liefern die Analysen keine direkten Indizien, dass Ötzi direkt in die Kupfermetallurgie involviert war. Ein weiteres reichhaltiges Archiv sind Zähne. Die geschichteten Ablagerungen im Zahnschmelz von Ötzis haustierischen Zeitgenossen aus nahegelegenen Fundstätten verraten, wie mobil sie gehalten wurden: beispielsweise, ob sie die Sommer auf der Alm verbracht haben.

Wolfgang Müller, Isotopen-Geochemiker der Royal Holloway University of London, wird im Rahmen der Eduard Suess Lecture eindrucksvolle Beispiele liefern, wie Archäologie und Geowissenschaften gemeinsam die Spuren Jahrtausende alten Wirtschaftens lesen lernen.

Moderation: wM Christian Köberl

Programm

 

Termin:
22. April 2015, 18:15 Uhr

Ort:
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Festsaal
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien

Kontakt:
Dr. Marianne Baumgart
Koordination Kommissionen/Mitglieder
T +43 1 51581-1290