- Digitalisierung ermöglicht neue Wege in Forschung und Wissensvermittlung
- Zentrum für Digitale Geisteswissenschaften an ÖAW angesiedelt
Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet unaufhaltsam voran. Sie beeinflusst Lebens- und Konsumgewohnheiten, sie sorgt für Kontroversen, und – sie revolutioniert die Forschung. Zum Beispiel im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Hier verändern und bereichern digitale Methoden und Technologien die Forschung nachhaltig. Durch das an der ÖAW angesiedelte „Zentrum für Digitale Geisteswissenschaften“ (ACDH) werden die neuen Möglichkeiten, die sich durch die digitale Erfassung und wissenschaftliche Bearbeitung von Texten und Artefakten bieten, vermehrt genutzt. Das Zentrum hat eine starke europäische und internationale Anbindung, da es unter anderem die österreichische Koordination für beide von der Europäischen Kommission eingesetzte geisteswissenschaftliche Forschungsinfrastrukturkonsortien DARIAH (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) und CLARIN (Common Language Resources and Technology Infrastructure) innehat. Diese arbeiten intensiv am Aufbau europäischer Infrastrukturnetzwerke für die Geistes- und Kulturwissenschaften.
Hervorragende Projekte
Im Rahmen der Anfang 2014 gestarteten Digitalisierungsinitiative werden jetzt fünf hervorragende geisteswissenschaftliche Projekte durchgeführt. An dem österreichweit ausgeschriebenen Call, der von der ÖAW und dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) durchgeführt wird, beteiligten sich insgesamt 36 Antragsteller/innen. Die Auswahl wurde von einem unabhängigen international zusammengesetzten Expertengremium getroffen.
Innovative Forschung
Ziel dieser Digitalisierungsinitiative ist die Intensivierung innovativer Forschung in den digitalen Geisteswissenschaften in Österreich. Unterstützt werden somit Projekte, in denen die wissenschaftliche Digitalisierung von Materialien aller Art einen integralen Bestandteil der Forschungstätigkeit darstellen und bei denen die langfristige Verfügbarkeit der Digitalisate und der dazu erstellten Forschungsdaten (Metadaten, Annotationen, Dokumentation etc.) in dynamischer und innovativer Form gewährleistest wird. Die Initiative wird als Teil der österreichischen Aktivitäten im Rahmen der beiden europäischen Infrastrukturkonsortien DARIAH und CLARIN durchgeführt und soll als Anstoß für mehr digital gestützte Forschung im Lande dienen. Bemerkenswert ist insbesondere auch die große Bandbreite an unterschiedlichen Themen und Methoden, die sowohl in den eingereichten als auch den akzeptierten Anträgen reflektiert wurden.