

Georg Brasseur, Klassenpräsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Stipendiatin Martina Fürst und Harald Mahrer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (v.l.n.r.)
Was hat österreichischer Hiphop mit pflanzlichen Plasma-Membranen und der Teamwork-Fähigkeit von Mini-Robotern zu tun? Zumindest eines: ein Forschungsfeld eines/r jener exzellenten Jungwissenschaftler/innen zu sein, die in diesem Jahr mit einem von insgesamt 74 Stipendien der ÖAW sowie der Max Kade-Foundation ausgezeichnet werden. Begrüßt und geehrt wurden die neuen Stipendiat/inn/en im Rahmen der Feierlichen Stipendienverleihung 2015.
Über 400 Bewerbungen wurden für die 2014 ausgeschriebenen Nachwuchsförderprogramme APART, DOC, Doc-team und MAX KADE eingereicht. Die 74 besten Forschungsprojekte davon wurden auf Basis eines internationalen peer-review-Verfahrens ausgewählt und in eines der Förderprogramme aufgenommen. Insgesamt wurde jeder fünfte Antrag als förderwürdig erachtet. Die erfolgreichen Bewerber/innen wurden bei der Feierlichen Stipendienverleihung 2015 vorgestellt und im Kreis der ÖAW-Stipendiat/inn/en willkommen geheißen.
Zentrale Aufgabe
„Die Förderung von exzellenten Nachwuchswissenschaftler/inne/n stellt eine der zentralen Aufgaben der Österreichischen Akademie der Wissenschaften dar“, sagt ÖAW-Klassenpräsident Georg Brasseur. „Wir freuen uns daher, dass auch in diesem Jahr zukunftsweisende Forschungsprojekte und innovative Forschungsansätze aus einem breiten wissenschaftlichen Spektrum gefördert werden können“, so der Klassenpräsident weiter.
„Die gezielte Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist der beste Dünger für Österreichs Zukunft. Insgesamt können wir die jungen Wissenschaftler mit rund 9,5 Millionen Euro unterstützen, wovon der größte Teil aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Diese Unterstützung in die Spitzenforschung dieses Landes lässt uns unser Ziel bald erreichen: Österreich soll zu den Innovation-Leadern in Europa aufschließen“, erklärte Harald Mahrer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft bei der Feierlichen Stipendienverleihung an der ÖAW.
Beitrag zur Internationalisierung
Einen wichtigen Beitrag zur Brain Circulation stellt der hohe Internationalisierungsgrad der ausgezeichneten Jungforscher/innen dar. Die geförderten Projekte entstammen dabei den unterschiedlichsten Bereichen der Geistes- Sozial- und Kulturwissenschaften, der Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften sowie der Life Sciences, gezielt unterstützt werden zudem Disziplinen übergreifende Forschungsvorhaben.
Ein detaillierter Einblick in die ausgezeichneten Forschungsprojekte der Jungwissenschaftler/innen ließ sich in der Aula der ÖAW gewinnen: Hier präsentierten die neuen Stipendiat/inn/en mit Poster-Ausstellungen ihre Forschungsvorhaben – von Hiphop bis hin zu kooperativen Mini-Robotern.