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Indisches Ringen um indigene Identität

Marine Carrin über die Volksgruppe der Santals, ihre Unterdrückung - und erstaunlichen Erfolge

17.04.2014

Ein indisches Volk ringt um Identität, Rechte und Anerkennung: Die Santals, die größte indigene Volksgruppe Südasiens, blicken auf eine Geschichte der Unterdrückung und Vertreibung zurück - und doch scheinen sie nun Wege und Formen gefunden zu haben, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Der Auflehnung der Santals gegen die Willkür der britischen Kolonialherren im 19. Jahrhundert folgten gezielte Umsiedelungen, ethnische Konflikte und die wirtschaftliche Ausbeutung ihrer Länder. Doch in der jüngeren Vergangenheit ist es den Santals bei ihrem Ringen um Identität gelungen, sich eine mächtige politische Symbolik anzueignen, die es ihnen erlaubt, eine wichtige Rolle in der Entstehung und Ausformung des noch jungen indischen Bundesstaates Jharkhand zu spielen. Marine Carrin, Forschungsdirektorin am Centre d’Anthropologie Sociale in Toulouse, schildert in ihrem Vortrag „Performing Indigeneity and the Politics of Representation: the Santals in Jharkhand, Orissa and Assam, wie sich dieser Kampf um Rechte, Anerkennung und Identität gestaltet. 


Termin:

17. April 2014, 16:00 Uhr

Ort:
Institut für Sozialanthropologie der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Seminarraum 1
Apostelgasse 23
1030 Wien

Sprache:

Englisch

Kontakt:
Mag. a Odile Kommer
Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Apostelgasse 23/2
1030 Wien
T: +43 1 51581-6454
odile.kommer(at)oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/sozant