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Imperien im Lichte der Geschichte

Der Politologe Herfried Münkler, Autor von „Imperien. Die Logik der Weltherrschaft“ und „Der Große Krieg. Die Welt 1914 bis 1918“ analysiert Ursachen, Verlauf und Ergebnisse des Ersten Weltkriegs.

14.07.2014

Der Aufstieg Chinas, der relative Machtverlust der USA und die tastende Suche der Europäischen Union nach ihrer Rolle als Ordnungsmacht West- und Mitteleuropas sowie der angrenzenden Räume hat die Debatte über Nutzen und Nachteil imperialer bzw. hegemonialer Großraumordnungen neu belebt. Dazu beigetragen hat aber auch die Erosion territorialstaatlicher Souveränität, die globale Verflechtung der Wirtschaft, die fiskalische Verwundbarkeit von Staaten und die Entstehung von Kommunikations- und Überwachungsräumen, die nichts mehr mit den Grenzziehungen der herkömmlichen Territorialstaaten zu tun haben. Das neoimperiale Agieren Russlands in ehemals zur Sowjetunion gehörenden Räumen hat der zunächst weithin akademischen Debatte schließlich politische Brisanz verliehen.

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