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HEPHY erhält Houska-Auszeichnung

Das ÖAW-Institut für Hochenergiephysik wurde mit seinem Partner Infineon im Rahmen des Houska-Forschungspreises ausgezeichnet

11.04.2014

Das Projekt „Strahlenharte Siliziumdetektoren für zukünftige Physik-Experimente und Medizinanwendungen“ der Akademie der Wissenschaften wurde gestern bei der Verleihung des anerkannten Houska-Preises der B&C Privatstiftung mit dem 2. Platz prämiert.  Der Houska-Preis wird seit dem Jahr 2005 an heimische Forschungsprojekte aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen vergeben.

Das Projekt

Ortsauflösende Siliziumdetektoren nehmen heutzutage eine essentielle Funktion in nahezu allen Experimenten in der Teilchenphysik ein. Durch den ständigen Teilchenbeschuss in den Experimenten - wie z.B. CMS am CERN - altern die Detektoren  und müssen nach einiger Zeit ausgetauscht werden. Ziel dieses Projekts ist es, strahlenharte und alterungsresistentere Detektoren zu entwickeln, die zusätzlich noch größer und dünner sind als die heute verfügbaren. Dadurch benötigt man weniger Halte- und Tragestrukturen, was die Genauigkeit der Teilchenspurerkennung erheblich verbessert. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Infineon Technologies wurden bereits erste, qualitativ hochwertige, Prototypen solcher Detektoren hergestellt und bei internationalen wissenschaftlichen Konferenzen präsentiert.

In weiterer Folge sind zahlreiche Spin-Offs, unter anderem im medizinischen Bereich, möglich. Konkret könnten für MedAustron, das zur Zeit in Bau befindlichen Krebstherapiezentrum in Wiener Neustadt, großflächige und strahlenharte Detektoren dazu dienen, direkt mit dem Therapiestrahl tomographische Aufnahmen zu machen, mit denen die Position des zu bestrahlenden Krebstumors besser vermessen werden kann.
 
Das Institut für Hochenergiephysik arbeitet seit mehr als 10 Jahren an der Entwicklung solcher Detektoren und deren Betrieb. Die jahrelange Erfahrung des HEPHY in diesem Bereich wurde genutzt, um gemeinsam mit dem etablierten Halbleiterhersteller Infineon solche Teilchendetektoren herzustellen. Infineon bringt dabei seine weltweit anerkannte Expertise in der Halbleiterfertigung in die Kooperation ein.
 
„Die Zusammenarbeit startete im Jahr 2009 und ist sehr erfolgreich. Wir konnten von Infineon hergestellte Detektoren bereits für Tests und Prototypen neuer Auslesekonzepte des CMS Experiments verwenden. Der Houska-Preis ist eine tolle Anerkennung für die lange Arbeit“ freut sich Thomas Bergauer, Leiter dieses Projekts am HEPHY.

Johannes Hacker von Infineon ergänzt: „Es freut uns sehr ein solch spannendes Projekt mit unseren Kompetenzen in der Fertigungstechnologie ergänzen zu können und gratulieren sehr herzlich zum Houska-Preis.“
 
Im Zuge der Projektzusammenarbeit finanziert Infineon auch Studierende, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit sowohl das akademische Umfeld am Institut für Hochenergiephysik als auch die angewandte Forschung in einem internationalen Unternehmen wie Infineon kennen lernen.

Über HEPHY

Das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurde 1966 gegründet, betreibt Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Elementarteilchenphysik und versucht Antworten auf grundsätzliche Fragen zum Aufbau unserer Welt zu finden. Die Schwerpunkte liegen in der Teilnahme an internationalen Großexperimenten am Europäischen Labor für Teilchenphysik CERN und am KEK, dem nationalen japanischen Forschungszentrum. Weiters beschäftigt sich eine kleine Gruppe mit der Theorie der Elementarteilchen (Supersymmetrie und Quantenchromodynamik). Das Institut ist auch an der Planung des ILD Experiments am International Linear Collider (ILC) beteiligt. Im Rahmen einer neu eingerichteten Forschergruppe wird seit Herbst 2013 mit Hilfe von Untergrundexperimenten auch nach dem Ursprung der Dunklen Materie gesucht. Die Ausbildung von Studierenden und die lebhafte und verständliche Darstellung des komplexen Forschungsgebiets für die interessierte Öffentlichkeit ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit des Instituts. Weitere Informationen unter www.hephy.at.

Über Infineon

Die Infineon Technologies AG bietet Halbleiter- und Systemlösungen an, die drei zentrale Herausforderungen der modernen Gesellschaft adressieren: Energieeffizienz, Mobilität sowie Sicherheit. Mit weltweit rund 26.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2013 (Ende September) einen Umsatz von 3,84 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist in Frankfurt unter dem Symbol „IFX“ und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol „IFNNY“ notiert.

Weitere Informationen unter www.infineon.com

 

Über Infineon Austria

Infineon Technologies Austria AG mit Sitz in Villach, Forschungs- und Entwicklungszentren in Villach, Graz und Linz sowie der IT-Services GmbH in Klagenfurt und einem Sales-Office in Wien generierte im Geschäftsjahr 2013 (Ende September) einen Gesamtumsatz von 1,2 Milliarden Euro und beschäftigt österreichweit über 3.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon circa 1.100 in Forschung und Entwicklung. Infineon Technologies Austria AG ist ein Konzernunternehmen der Infineon Technologies AG.

Weitere Informationen unterwww.infineon.com/austria

Kontakt HEPHY:

Institut für Hochenergiephysik der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Mag. Brigitte De Monte
T +43 664 88476542
Brigitte.De.Monte(at)oeaw.ac.at

Kontakt Infineon:

Infineon Technologies Austria AG
Dr. Ingrid Lawicka
Public Affairs & Communications
T +43 5 1777–2004
ingrid.lawicka(at)infineon.com