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Helmut Rauch erhielt Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst

Hohe Auszeichnung für einen der bedeutendsten österreichischen Physiker der Nachkriegszeit

17.06.2015

Helmut Rauch wurde am 15. Juni 2015 mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich geehrt. Der Physiker gilt als einer der Wegbereiter der modernen österreichischen Quantenforschung.
 
1939 in Krems geboren, spezialisierte sich Helmut Rauch an der Universität Wien auf das Fach Neutronen- und Reaktorphysik, bereits im Alter von 33 Jahren wurde er ordentlicher Professor für Experimentelle Kernphysik. Mit Forschungsarbeiten unter anderem zur Neutroneninterferometrie und zum Energieaustausch zwischen Neutronen und Magnetfeldern schuf er Grundlagen für die moderne österreichische Quantenforschung, die auch von zahlreichen seiner Schüler, darunter ÖAW-Präsident Anton Zeilinger und ÖAW-Mitglied Jörg Schmiedmayer, maßgeblich geprägt wurde. „Helmut Rauch hat in der österreichischen Tradition der Quantenphysik außerordentliche und international führende Arbeiten begonnen, die wesentlich zur Entwicklung des Gebiets der Quanteninformation beigetragen haben“, betont Anton Zeilinger.

Neben seinen persönlichen Forschungserfolgen trug Helmut Rauch auch in wichtigen Leitungsfunktionen zum Gedeihen der österreichischen Wissenschaft bei. Von 1972 bis 2005 war er Vorstand des Atominstituts der Österreichischen Universitäten, von 1991 bis 1994 fungierte er als Präsident des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF. Seit 1990 ist er wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).
 
Ehrungen
 
Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Helmut Rauch mit zahlreichen Preisen, Auszeichnungen und Mitgliedschaften gewürdigt, darunter die Mitgliedschaft in der Academia Europaea und der Kardinal-Innitzer-Preis 2012. Das am 15. Juni 2015 an den Komponisten Arvo Pärth und an Helmut Rauch verliehene Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst stellt eine weitere Ehrung des herausragenden wissenschaftlichen Oeuvres des Physikers dar. Die Akademie gratuliert ihrem wirklichen Mitglied herzlich.