
Mark Teeuwen, Japanologe an der Universität von Oslo, hat in den letzten Jahren zur religiösen Sozialgeschichte des frühneuzeitlichen Japans (Edo-Zeit) geforscht und dabei auch Feste und ihre allmähliche "Shintoisierung" analysiert ‒ ein Prozess, der mit dem Verlust oder der Umwandlung ursprünglich buddhistischer Elemente einherging.
Vor diesem Hintergrund beleuchtet Mark Teeuwen bei einem Vortrag des Instituts für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW das ländliche Fest Hanamatsuri. Ausgehend von einem größeren Fest mehrerer Dörfern entwickelte es sich in der Edo-Zeit zu einer kleineren Veranstaltung mit neuen Schwerpunkten. In den ersten Jahren der Meiji-Zeit erfuhr das Fest in vier Dörfern eine radikale Shintoisierung, während es andere Dörfer weitgehend unverändert bis heute fortführen. Im Vortrag zum Thema "Hanamatsuri: A late-medieval rural festival and its Edo-period transformation" geht Mark Teeuwen der Frage nach, was dieser Festkomplex über den Wandel des rituellen Lebens im frühneuzeitlichen Japan auf dem Lande verrät.
Anmeldung für die Teilnahme vor Ort bis 29. September 2023 per Mail an office.ikga(at)oeaw.ac.at.
Registrierung für die Online-Teilnahme via Zoom
Informationen
Termin:
2. Oktober 2023, 17:00 bis 18:30 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 3. Stock, Seminarraum 3A
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien
Kontakt:
office.ikga(at)oeaw.ac.at
T: +43 1 51581-6400 und -6401
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW