Alexander Bogner vom Institut für Technikfolgenabschätzung der ÖAW ist einer der drei Preisträger der „ÖAW-Preisfrage: Antworten auf…
Globalisierung der Grenzen – Grenzen der Globalisierung

Wir leben in einer globalisierten Welt, in der Mobilität und Migration zum alltäglichen Leben gehören. Das zeigt sich insbesondere in Krisenzeiten, wie zum Beispiel einer Pandemie, in denen die Überschreitung von Staatsgrenzen plötzlich nicht mehr ohne weiteres möglich ist. In solchen Momenten wird sichtbar, wie sehr Mobilität und Migration unsere Gesellschaften bereits verändert haben. Gleichzeitig können sich Mobilität und Migration durch solche Krisen bedeutend verändern.
Die 7. Jahrestagung zur Migrationsforschung in Österreich greift diese multidimensionale Thematik auf. „Globalisierung der Grenzen – Grenzen der Globalisierung: Migration zwischen globalen Krisen und lokalen Dynamiken“ wird veranstaltet von der Kommission für Migrations- und Integrationsforschung und dem Institut für Stadt- und Regionalforschung der ÖAW, dem Forschungsschwerpunkt Migration, Citizenship and Belonging an der Universität Wien und der Donau-Universität Krems. Insgesamt sind 23 Panel und 77 Vorträge geplant. Die Eröffnungsreferate von Ayelet Shachar und Ettore Recchi befassen sich mit den neuen Formen von Grenzregimen, die sich global etablieren. Sie betrachten diese als Antwort von Staaten auf Massenvertreibungen und zunehmende individuelle Mobilität. Referate von Parvati Raghuram und Hein de Haas beschäftigen sich mit post- und dekolonialen Denkansätzen bzw. dem Verständnis von Migration als integraler Bestandteil gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Ein abschließender Round Table widmet sich der Antwort Europas auf Flucht und Vertreibung aus der Ukraine.