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European Wide Views – Erstes europaweites BürgerInnenforum zu Konsum und Nachhaltigkeit

1100 BürgerInnen in elf Städten reden mit

09.10.2014

Am 25. Oktober 2014 findet in Wien und zehn anderen europäischen Städten erstmals ein Forum zum Thema Nachhaltigkeit und Konsum statt. Rund hundert österreichische BürgerInnen verschiedenster Berufs- und Altersgruppen beteiligen sich an dieser Veranstaltung, die im Rahmen des EU-Projekts PACITA (Parlament und Zivilgesellschaft in der Technikfolgenabschätzung) durchgeführt wird. Eröffnet wird die vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) koordinierte Veranstaltung  durch ÖAW-Präsident Anton Zeilinger und Nationalratsabgeordnete Petra Bayr, Vorsitzende des Entwicklungspolitischen Unterausschusses.

Der Event findet übrigens in allen Ländern gleichzeitig statt. Die Ergebnisse der Diskussionen werden in Echtzeit übertragen und können so schon während der Veranstaltung miteinander verglichen werden. Mit dabei sind außer Österreich noch Spanien, die Niederlande, Bulgarien, Portugal, Litauen, Dänemark, Ungarn, die Tschechische Republik, Irland und Belgien.

Konsum mit Nebenwirkung

Unser Konsumverhalten beeinflusst  Konjunktur und Beschäftigung. Es führt aber auch lokal und global zu unerwünschten Auswirkungen wie Umweltbelastung und Problemabfällen. Die übermäßige Herstellung, der Konsum und das Wegwerfen von Lebensmitteln, Baustoffen, Elektrogeräten etc. bedrohen langfristig unsere Gesundheit, unsere Ernährungssicherheit, Energieversorgung und Lebensqualität. Auch globaler sozialer Frieden gerät etwa dann in Gefahr, wenn Ressourcenabbau zu Armut oder zu bewaffneten Konflikten führt. Ein in den Medien vieldiskutiertes Beispiel dafür ist das heiß umkämpfte Coltan-Erz, das in Smartphones verwendet wird.

Um diesen Problemen entgegenzutreten plant die Europäische Union eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung von umweltbewusstem und sozial verträglichem Konsum. Bisher waren politische Strategien aber meist auf die Produktion von Gütern und Dienstleistungen gerichtet, anstatt auf privaten Konsum. In freien Märkten werden Konsumentscheidungen als Privatangelegenheit von Einzelpersonen betrachtet. Nun soll in Europa aber die Rolle von BürgerInnen in den Fokus rücken, um rasche und wirksame Verbesserungen zu erzielen. Die Veranstaltung am 25. Oktober bietet einen Rahmen dafür.

Wann: Samstag 25. Oktober 2014, 10-18 Uhr
Wo: Hotel Imperial Riding School Renaissance Vienna, Ungargasse 60, A-1030 Wien
Um Anmeldung unter [email protected] wird gebeten

Rückfragen
PD Dr.in Mahshid Sotoudeh (Projektleiterin): msotoud(at)oeaw.ac.at
Mag. Leo Capari (Projektmitarbeiter): leo.capari(at)oeaw.ac.at
Interview-Anfragen
Denise Riedlinger, MA (Öffentlichkeitsarbeit): denise.riedlinger(at)oeaw.ac.at
Tel.: (+43 1) 51581-6582

PACITA Projektwebseite