Zurück

ERC Consolidator-Grants an Aspelmeyer und Martens

Zwei Mitglieder der Jungen Kurie der ÖAW werden für ihre Forschungen im Bereich der Quantenphysik und der Genetik ausgezeichnet und gefördert

13.02.2015

Der Quantenphysiker Markus Aspelmeyer und der Genetiker Sascha Martens, Mitglieder der Jungen Kurie der ÖAW, erhielten für ihre Forschungen an der Fakultät für Physik der Universität Wien bzw. an den Max F. Perutz-Laboratories der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien hohe Förderungen des Europäischen Forschungsrats (ERC). Nachdem die beiden Forscher bereits mit ERC Starting-Grants, Aspelmayer auch mit einem ERC Proof of Concept, ausgezeichnet wurden, wird ihre exzellente Arbeit nun mit dem Consolidator-Grant bestätigt.

Markus Aspelmeyer ist Professor an der Fakultät für Physik der Universität Wien und Leiter der Forschungsgruppe "Quantum Foundations & Quantum Information on the Nano-and Microscale". Mit dem Consolidator Grant plant er, Quanteneffekte an immer größeren Objekten zu studieren und visiert neuartige Experimente an, die dazu beitragen, die Schnittstelle Quantenphysik und Gravitation besser zu verstehen.

Sascha Martens ist Gruppenleiter im Forschungsbereich Biochemistry & Biophysics der Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien. Sein Forschungsinteresse gilt den molekularen Mechanismen der Autophagie – jenem entscheidenden Prozess in der Zelle, durch den Abfallprodukte abgebaut und recycliert werden. Mit dem Consolidator-Grant will er herausfinden, wie Zellen kleine Transportbläschen bilden, in denen sie überflüssige oder unerwünschte Bestandteile zu ihren Mülleimern, den Lysosomen, bringen.

Consolidator Grant

Der "Consolidator-Grant" des ERC wurde 2012 eingeführt und beträgt bis zu 2,7 Mio. Euro. Bei der letztjährigen Vergabe-Runde wurden mit dem begehrten Grant zur Festigung der Karriere zwei an der ÖAW tätige Wissenschaftler/innen ausgezeichnet: Fumiyo Ikeda vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) ÖAW und Florian Schreck, damals am ÖAW-Institut für Quantenoptik und Quanteninformation in Innsbruck tätig, jetzt Professor an der Universität Amsterdam.