Zurück

Elementarteilchen

Forscher der CMS- und LHCb Kollaboration veröffentlichen „Nature“-Studie über extrem seltenen Teilchenzerfall

20.05.2015

Die Forschergruppen der CMS- und LHCb-Experimente am Large Hadron Collider LHC haben gemeinsam ihre Daten analysiert und im kombinierten Resultat einen seltenen Zerfall von Elementarteilchen ermittelt. Grob gesagt zerfällt dabei ein sehr kurzlebiges Teilchen, ein sogenanntes Bs0 Meson, in zwei Myonen. Es ist das erste Mal, dass dies mit experimentellen Daten nachgewiesen werden konnte. Denn es kommt eigentlich so gut wie nie vor. Von einer Milliarde Zerfällen tritt es nur rund drei Mal auf.
 
Das Ergebnis ist von bedeutender Signifikanz für die Teilchenphysik, denn es liefert mit seinen Daten die Grundlage zum besseren Verständnis des Zerfallsprozesses. Es bestätigt das derzeitige „Standardmodell“, das den Zerfall sehr genau vorhersagt und als Richtwert eine wesentliche Arbeitsgrundlage für Forscher darstellt, mit enorm hoher Präzision und schliesst einige neue Theorien aus.
 
Der Large Hadron Collider LHC ist ein riesiger Teilchenbeschleuniger des Europäischen Kernforschungszentrums CERN, an dem auch das HEPHY der ÖAW mitwirkt. Das gemeinsame Forschungspapier der Experimentkollaborationen CMS und LHCb erscheint in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsfachmagazins „Nature“.